Am 16. Mai 2024 konnten wir auf einem Picnic-Tisch im Garten des Treech ’42-Vereinshafens ein feines Raclette geniessen. Die verschiedenen Käsesorten wurden
unterstützt durch schöne Rosé-Weine. Es war ein gemütlicher Abend, den wir zusammen mit unseren Freunden und meinem Bruder Robert geniessen konnten. Leider müssen wir die Reise vorerst ohne ihn und seine Highlander fortsetzen.

Von oben links nach rechts unten: Martin, der Autor, André, Robert, Brigitte und Doris. Unten: Links im Bild verschwindet Brigitta.

Neben dem Hafen gibt es auf dem Rasen Tische, die für ein gemütliches Raclette genutzt wurden.

Trotz grosser Anstrengungen und Telefonaten zu Visuris konnte Robert für sein Schiff keine Wasserstrassengenehmigung für Belgien erwirken.
Zwar wird als Bedingung für die Genehmigung keine Schiffsregistrierung vorausgesetzt, wir waren jedoch der Meinung, dass ohne Registrierung keine der geforderten Nummern geliefert werden können.

Das Verfahren für die Registrierung läuft, erforderte aber schliesslich noch eine Mail-Bestätigung von Erwin Schuller, die er gemäss seinen Angaben letzten Freitag verschickt hatte.

Damit mussten wir uns auf die neue Situation einstellen, die Reise vorerst ohne Robert fortsetzen zu müssen. Martin und Doris organisierten für die nächsten Tage Hotel-Übernachtungen und werden mindestens bis Zilvermeer mit dem Auto reisen. Ab dort werden wir Doris und Martin abwechlungsweise an Bord haben, so dass das Auto immer nachgeführt werden kann.

Etwas nach neun Uhr fuhren wir mit drei Schiffen los, wobei sich Robert Richtung Wessem verabschiedete.

Wir fuhren mit André und Brigitte über den Verbindungskanal zur Schleuse Bosscherveld. Ich funkte die Schleusencrew an und bekamen zur Antwort, von der Gegenseite sei noch ein Frachtschiff im Anmarsch, weshalb wir etwas warten müssten.
Kein Problem, aber dann dauerte die Anfahrt des bergwärts fahrenden Frachters doch eine ganze Weile. Schliesslich konnten wir in die Schleuse einfahren und festmachen. Bei der Weiterfahrt merkten wir, dass der enge Kanal ein Kreuzen mit dem Frachter schwierig gestaltet hätte.
Nach der Schleuse erblickten wir auf der Steuerbordseite viele Jugendliche, die sich auf Meisterschaften im Ruderbooten vorbereiteten resp. die für den Wettbewerb nötige Infrastruktur aufstellten.
Bei der Weiterfahrt kam uns ein weiterer Frachter entgegen. Er hatte wegen der Enge
aufgestoppt, worauf ich mich mit «Beija, bedankt voor het wachten!» bedankte.

Das Neue vereinigt, was das Alte trennte.

Es war diesig, aber es fiel noch kein Regen. Wir kamen zügig voran. Auf dem Weg begegneten uns nur wenige Frachtschiffe und ein einzige Sportboot. Inzwischen hatte es pünktlich auf die Ankunft in Bocholt zu regnen begonnen. Der Passantensteg ist kurz und wir hatten etwas Mühe, unser Schiff korrekt zu vertäuen.

Bocholt ist ein schöner Ort, aber der Regen zwang uns in die gemütliche Kajüte. Es regnete sehr intensiv und wir sind froh,dass der neue Bordscheinwerfer unser Dach wieder einwandfrei abdichtet.

Schliesslich trafen wir uns in einer Pizzeria zum Nachtessen. Martin und Doris, die etwa 9 km weiter eine barrierefreie Unterkunft in einem ehemaligen Pfarrhaus gefunden hatten, trafen ebenfalls ein.