Unser Bruder Ferdinand ist am Freitag nach Hause gereist. Am Samstag kamen Brigitte und Kilian, unser Sohn.

Kilian brachte erlesene Weine mit und betätigte sich auch als Koch, indem er uns die ganze Woche mit Spezialitäten bediente, die auch besonderen Restaurants gut anstehen würden.

Muster der Kochkünfte gefällig?

Wir sassten dann gemütlich auf Achterdeck und liessen es uns gut gehen.

Robert, Brigitte und Andreas in Erwartung der Köstlichkeiten …

Wir planten einen Törn mit der Joy nach Venlo. Das ist ein Ort, der relativ nahe von Herne liegt, dem Wohnort unserer Verwandten. Es ging dabei auch um eine Trainingsfahrt, weil Brigitte und Kilian zum ersten Mal einen Törn mitmachen.

Robert übernahm freundlicherweise die Rolle des Instruktors.

Ein Schiff richtig vertäuen will gelernt sein – wer könnte das besser instruieren als Robert?

Neben dem vertäuen sind Schleusen auf Binnengewässern ein wichtiger Bestandteil. Dabei hatte Brigitte erheblichen Respekt, der dann allerdings durch die Betreuung von Robert schnell verflog. Anders kann ich mir nicht erklären, warum Brigitte nach der ersten Schleuse sofort meinte, Robert müsse ihr dann rechtzeitig sagen, wann die nächste komme.

Am Drehpunkt mit dem Tau gefiert, beim Schleusen dir so nichts passiert!

Bei der ersten Schleuse musste Brigitte bereits die Taue umlegen, schwieriger als Schwimmpoller. Es klappte sehr gut, wie die Foto zeigt.

Ist doch gute gegangen, bravo Brigtte und Dank an Robert!

Trotz bemerkenswerter Cargo-Schiffe ging’s geruhsam gegen Venlo. Entspannt tuckerte Joy ihres Weges, ohne die Berufsschiffer zu behindern, wie es sich gehört. Auf der Reise gibt es deinen einen oder anderen Schnappschuss, zu sehen gibt es sowieso immer etwas.

Auch Segelschiffe verkehren auf den Flüssen und Seen.

Am späteren Nachmittag erreichten wir den Stadthafen von Venlo. Bei der Einfahrt sieht er noch etwas unscheinbar aus, aber im Hafen selber entpuppt er sich ebenfalls als wahres Bijoux. Da nicht mehr beliebig Plätze frei hatten, machen wir zuerst am Steg des Hafenmeisters an, der dann einige Augenblicke später längsseits anlegte (mit einer Linssen, natürlich).

Der Stadthafen von Venlo, vor einigen Jahren toll renoviert. Er wird zur Zeit noch vergrössert.

Nachdem wir unseren Obulus entrichtet hatten, legten wir das Schiff an einen freien Platz und fanden doch einen Linkssteg. Das Green-Schiff auf der anderen Seite des Stegs hatte unsere Klampen belegt, weshalb wir über Kreuz auf seiner Seite vertäuten.

Dann ging’s zur Besichtigung in die Altstadt.

Rathaus von Venlo

Zum Essen ging’s in ein Steakhouse. Es gab für jeden etwas und allen mundeten die aufgetragenen Gerichte (und die dargebotenen Biere). Es war recht durstig.

Auch das gehört zum Leben auf dem Schiff: Den Abend bei einem feinen Glas ausklingen lassen!

Vor einer schönen Rückfahrt muss ein zünftiges Morgenessen her.

Stadthafen von Venlo

Kultiviertes Frühstück einmal anders

Auf den Flüssen und Seen trifft man immer wieder wahre Sehenswürdigkeiten: Besonders schön gepflegte und restaurierte Schiffe, die Geschichten erzählen können und deren Geschichte auf den Binnengewässern Europas weiter andauern.

Die Odilo …

… oder der Black Jack, wunderschöne Beispiele begeisterter Freizeit-Skipper!

Unterwegs gibt wieder viel zu sehen. Es gibt Campingplätze, die am Fluss liegen und wo jeder Platz über einen Anstoss zum Wasser verfügt. Weshalb kann man am folgenden Beispiel erkennen:

Boote, Jet-Boote und Kanus säumen die Flussufer des Campingplatzes

Unterwegs entdecken wir auch Überraschendes: Bei der Fahrt nach Venlo sahen wir eine Burgkapelle (so meinten wir).

Kasteel Keverberg

Bei der Rückfahrt haben wir dann folgenden Charakter des Gebäudes festgehalten.

Kasteel Keverberg – Es ist manchmal anders, als man auf den ersten Blick zu glauben scheint.

Auf der Rückfahrt war das Wetter etwas kühl, der Himmel bedeckt. Wie man die Reise auf dem warmen Deck trotzdem geniessen kann, zeigt Brigitte.

Trotz Wind und kühlem Wetter auf Deck die Natur geniessen wie Brigitte das hier vormacht

Schliesslich erreichten wir wieder wohlbehalten unseren Heimathafen in Wessem.