Gestern Abend konnte ich um 22:15 Uhr noch die beiliegende Abendstimmung im Oberwasser der Driewegsluis festhalten.

Heute wollten wir Peter und Elisabeth, André Keller und Brigitta Gwerder sowie Robert mit ihren Schiffen in Sloten (Sleat) treffen. Die morgendliche Kontrolle des Seewasserfilters war positiv, es gab nur wenig Material zum Entsorgen.

Dann starteten wir gegen Viertel nach zehn den Motor und fuhren aus dem Hafen in die Driewegsluis. Wir waren zuvorderst, dann kam noch eine Megajacht, wobei der Skipper vom Führen eines Schiffes wenig Ahnung hatte. Mit Hilfe des Schleusenwartes konnte er dann etwas weiter vorne festmachen, so dass zwei weitere Sportboote in der Schleuse Platz fanden. Obschon der Hub nur etwa 10 cm ausmacht, ist es sinnvoll, die Schleusen so gut wie möglich zu füllen.

Es folgten anschliessend eine ganze Reihe von beweglichen Brücken und dort machen Konvois durchaus Sinn, da die Strassenbenützer warten müssen, bis alle Schiffe vorbei sind.

Wir fuhren die Junkers of Helomavaort hoch, fuhren dem Pier Christianssleat entlang und mündeten in das Tjeukemeer. Bereits bei der Einfahrt spürten wir den starken Wind aus Nord-Ost und weil unser Kurs Richtung West Nordwest verlief, wussten wir was uns erwartet. Die Taranaki wird etwas rollen. Gar so schlimm wurde es nicht, aber trotzdem eine rauhe Bise mit etwa 3 bis 4 Beaufort.

Hier einige Eindrücke, die Brigitte aufgefangen hat:

Nach dem Meer ging es unter einer Autobahnbrücke mit einer Durchfahrtshöhe von etwa 12 m weiter Richtung Follegea Brücke. Diese wurde kurz nach unserer Ankunft angehoben und nachdem wir die Durchfahrt eines entgegenkommenden Sportbootes abgewartet hatten, konnten wir mit drei anderen Schiffen passieren. Nach dem Follegeasleat kreuzten wir den vielbefahrenen Prinses Margrietkanaal, bogen in den Grote Brekken, um dann Richtung Steuerbord in den Riensliet einzubiegen.

Diesem folgten wir, kamen in die Hjeringsleat, durchquerten das Brandemar, fuhren den Wâldsleat und de De Dolfijn hoch und näherten uns Sloten resp. Sleat, wie es auf Friesisch heisst. Dort telefonierte Brigitte mit Peter Morgenthaler um zu fragen, wo sie angelegt hätten. Nachdem das geklärt war – die drei Schiffe waren selber gerade beim Anlegen – kamen wir kurz nachher ebenfalls zum Sleattemer Gat. Zeitlich besser abstimmen hätten wir es nicht können, obschon aus völlig verschiedenen Richtungen kommend legten wir innert einer Viertelstunde alle an der Kade an.

Mit einem Ankertrunk auf der Zattera startete der gemütliche Teil. Ein kleiner Dorfbummel zeigte uns später ein schönes Dorf mit vielen alten Häusern. Diese sind gut erhalten, die Strassen und Plätze sauber und einladend. Im wohl einzig geöffneten Restaurant des Dorfes genossen wir eine Apfeltorte mit Kaffee.