Heute fuhren wir kurz nach sieben Uhr los das Drontermeer hinauf. In der Nacht hatte es geregnet, was beim Spinnengewebe eine schöne Perlenschnur aufreihte.

Spinnen zeugen von einem guten Wohnklima

In der Schleuse trafen wir auf einen Herrenklub, der wohl ein Schiff gemietet hat, aber vom Schleusen recht wenig verstand.

Aufmerksam wurden wir auf die Crew, als uns Kratzgeräusche an der Schleusenmauer auf das schöne Schiff hinwiesen. Wir vermuten, dass dort keine Fender hingen.

Schäden an anderen Schiffen tun auch weh

Nach der ersten Schleuse fuhren wir gleich nach rechts durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet. Die Reisegeschwindigkeit war auf 6 km/Std. beschränkt, was nicht für alle gilt. Ein uns entgegen kommendes Sportboot fuhr deutlich schneller.

Kurz vor der Ijssel passierten wir eine letzte Schleuse mit etwa 10 cm Hub. Eine frühere Kollegin aus den Niederlanden ist hier aufgewachsen. Ihre Eltern wurden wegen dem neuen Fluss und der Schleuse enteignet und mussten ihren Hof verlassen.

Anschliessend fuhren wir die Ijssel bergwärts. Unsere Fahrt wurde durch die starke Strömung stark eingebremst.

Ijsselbrug

Kurz nach der Ijsselbrug steuerten wir steuerbord die Ijsseldelta Marina von Hattem an.

Wir hatten 32.9 km zurückgelegt und dafür 5 1/4 Std. benötigt.

Hattem blühte im Mittelalter als Hansestadt auf. Heute noch zeugen schöne Kaufmannshäuser in der Altstadt von dem erfolgreichen Handel.

Hattem war einst eine echte Festungsstadt, was man an den hohen Mauern, einer Stadtgracht und Wachtürmen mit Stadttoren heute noch sieht.

Stadttor von Hattem

Am nächsten Tag besuchten wir Zwolle. Sie ist die Hauptstadt der Provinz Overijssel. Am Ort wurden Siedlungsreste aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit gefunden.

In Zwolle besuchten wir das Kunstmuseum. Einheimische Künstler prägen die schöne Ausstellung. Sehr empfehlenswert.

Am Eingang konnten wir einmal mehr die Offenheit und Freundlichkeit der Niederländer erleben. Wegen Corona konnten wir den Eintritt nur mit Karte bezahlen. Unsere verschiedenen Karten trotzen der digitalen Verbuchung unserer Eintritte. Da meldete sich eine niederländische Familie hinter uns und übernahm die Eintritte. Ich wollte ihr den Eintritt in bar zurückerstatten, was diese ablehnten. Sie freuten sich, dass wir uns für Kunst interessieren und hofften, uns mit dem Eintritt eine Freude zu bereiten. Wir bedanken uns auch auf diesem Weg für diese Gastfreundlichkeit!