Wie erhalten Schiffsführer eigentlich ihre Transportaufträge? Heute erkläre ich einmal, wie der Frachtverkehr in den Niederlanden organisiert wird.

In den Niederlanden – einem der wichtigsten Logistik- und Hafenstandorte Europas – erhalten Schiffsfrachtführer (insbesondere Binnenschiffer) ihre Transportaufträge auf verschiedenen Wegen. Hier sind die wichtigsten Methoden:


1. Online-Frachtenbörsen und Plattformen (Beispiele der Binnenschifffahrt)

Die Binnenschifffahrt nutzt in den Niederlanden stark digitale Frachtenbörsen. Einige der bekanntesten Plattformen:

🚢 Bargelink

🚢 Nextlogic (speziell für Containerbinnenschifffahrt im Rotterdamer Hafen)

🚢 Portbase (Hafen-Logistiksystem)

Auf diesen Plattformen bieten Verlader, Spediteure oder andere Transportunternehmen Frachten an, die von Schiffseignern oder -betreibern gebucht werden können. Oft laufen diese Systeme in Echtzeit und ermöglichen schnelle Absprachen.


2. Speditionen und Makler (Schifffahrtsagenturen)

Viele Frachtaufträge werden über Schifffahrtsmakler oder Speditionen vermittelt, die auf die Binnenschifffahrt spezialisiert sind. Diese Vermittler arbeiten im Auftrag von Verladern oder Kunden und suchen passende Schiffe. Besonders bei Spezialfracht oder projektbasierten Transporten werden Makler beauftragt.


3. Direktkontakte und Stammkunden

Viele Binnenschiffer arbeiten auch auf direkter Basis mit bestimmten Verladern zusammen (zum Beispiel Chemieunternehmen, Agrarhändler oder Bauunternehmen) und fahren regelmässig für feste Kunden.

Diese Aufträge kommen meist per E-Mail, Telefon oder über eigene digitale Systeme zustande.


4. Hafeninterne Logistiksysteme (z.B. im Rotterdamer Hafen)

Im Hafen Rotterdam existiert mit Portbase und Nextlogic ein integriertes System zur Abwicklung von Binnenschiffsverkehren, insbesondere im Containerbereich. Über solche Plattformen können Liegeplätze, Zeitfenster und Transportaufträge koordiniert werden.


5. Branchen-Netzwerke und Kooperationen

In der niederländischen Binnenschifffahrt gibt es zahlreiche Kooperationen und Schifferverbände, die ebenfalls helfen, Transportaufträge zu vermitteln oder Fracht zu bündeln.


Zusatz: Technologische Entwicklungen

In den Niederlanden schreitet die Digitalisierung der Binnenschifffahrt schnell voran. Künstliche Intelligenz, Automatisierung und Apps zur Auftragsvermittlung (ähnlich wie bei Uber Freight für Lkw) gewinnen zunehmend an Bedeutung.


Heute fuhren wir kurz nach 10:00 Uhr im Jachthaven t’Leuken los und durchquerten den durch ausgebaggerten Sand entstandenen neuen See. Es wird immer noch gebuddelt und das geht wohl noch länger so. Die Ausfahrt führt vorbei an Sandbänken, die extra angelegt wurden, um für die Vögel einzigartige Refugien zu schaffen. Und sie nehmen diese Unterstützung gerne an.

Ich konnte bei der Fahrt mehrere Flussseeschwalben beobachten, die ich hier noch nie gesehen habe. Das Vorkommen der Flussseeschwalbe beschränkt sich heute weitgehend auf die Küstenbereiche von Nord- und Ostsee, nachdem sie im 19. Jahrhundert auch im Binnenland entlang der grossen Flüsse weitverbreitet war. In Deutschland brütet die Art an Küsten, in Flussniederungen und an Binnengewässern, wobei sie zunehmend vom Menschen geschaffene Strukturen wie Nisthilfen und Inseln nutzt. Der Brutbestand liegt bei etwa 9.000–10.500 Paaren, was etwa 2–3 % des europäischen Gesamtbestands ausmacht. Zwei Drittel der Brutpaare leben im Wattenmeer, hauptsächlich in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, während sich die Binnenlandvorkommen auf Nordostdeutschland und das Elbe-Havel-Gebiet konzentrieren; kleinere Kolonien gibt es zudem an Seen, Flüssen und auf Industrieflächen, auch in Bayern, wo sich die Bestände in den vergangenen Jahrzehnten erholt haben. Dennoch gilt die Flussseeschwalbe in Deutschland weiterhin als stark gefährdet und wird in der Roten Liste der Brutvögel in der Kategorie 2 geführt (Bild- und Textquelle: https://www.avi-fauna.info/regenpfeiferartige/seeschwalben/flussseeschwalbe/).

Unterwegs haben wir erneut eine „River Drone“ gesichtet. Das sind Schiffe, die teilautonomes Fahren ermöglichen.

Daneben gibt es auch Passagierschiffe, die aktive Ferien anbieten, wie die „Gandalf“, die sich auf Fahrradtouren entlang der Binnengewässer spezialisiert hat. Wir kreuzten sie kurz vor dem Hafen des WSV de Maas in Venlo.

Aber auch im Hafen zeigen sich wahre Kostbarkeiten. Hier hat ein Niederländer seinen Schlepper sensationell restauriert und ihm ein zweites Leben spendiert. 

Dabei beachte man die schön herausmodellierten Details wie etwa die Bemalung des Ankers oder die tollen Messingteile auf Deck.

Das Wetter war etwas launisch: Mal zeigte sich die Sonne, dann wurde es richtig heiss, dann verschwand sie hinter dicken Wolken und bald regnete es wieder kurz. Beim letzten Schauer gab auch der mittlere Scheibenwischer wieder seinen Geist auf und war nicht mehr dazu zu bewegen, die Flasche zu verlassen!