Heute starteten wir zur letzten Etappe unserer ersten Rundreise im 2023. Abends und in der Nacht hatte es geregnet, heute zeigte sich das Wetter wieder von seiner besten Seite. Wir nahmen Abschied vom sympathischen Vereinshaven und wendeten uns der letzten Etappe zu.

Die Highlander hatte sich von den gestrigen Unpässlichkeiten erholt und zeigte heute wieder eine einwandfreie Leistung.

Wir fuhren am Stadthaven von Venlo vorbei, den wir schon mehrere Male besucht hatten. Der Hafen ist schön gelegen, verfügt über Wasser und Strom, aber leider über keine sanitarischen Anlagen. Wir hatten gehofft, dass der beobachtete Umbau nördlich an den Stadthaven angrenzend hier Abhilfe schaffen sollte, sahen uns aber getäuscht. Es gibt im Hafen nach wie vor keine Duschanlagen oder Toiletten.

Unterwegs konnten wir wiederum Tiere beobachten. Dabei gelang mir ein Schnappschuss zu einer Gänseart, die ich bis dahin noch nicht bestimmen konnte: Die Weisswangengans. Diese Gänseart ist ein Koloniebrüter auf Felsinseln in der Tundra, neuerdings aushc in der Ostsee. Überwintert an Nordwesteuropas Küsten. Diese Gänse soweit im Süden zu entdecken, war für mich eine kleine Überraschung.

Der Schwarzschwan (auch Trauerschwan genannt) ist eine Vogelart aus der Gattung der Schwäne und der Familie der Entenvögel. Er ist der einzige fast völlig schwarze Schwan und hat den längsten Hals aller Schwäne. Das natürliche Verbreitungsgebiet ist Australien, in Neuseeland wurde er eingebürgert. In Europa kommen ausschließlich ausgesetzte und verwilderte Trauerschwäne vor. Eine selbsttragende Population, die im Jahr 2000 sechzig bis siebzig Brutpaare umfasste, gibt es wohl nur in den Niederlanden und möglicherweise auch in Nordrhein-Westfalen. Et voilà!

Oft werden die grünen und roten Tonnen von Laien als Bojen bezeichnet. Es handelt sich also um Tonnen, die die Fahrrinne in Flüssen und Seen abgrenzen. Grüne Tonnen auf der Steuerbordseite (also rechts des Schiffes) bedeuten, dass wir uns bergwärts bewegen. Rote Tonnen zeigen auf der Backbordseite, wo am rechten Ufer (in Fliessrichtung des Flusses) die Fahrrinne aufhört. Wer ein Bild mit Tonnen sieht weiss deshalb auf Anhieb, ob sich das Schiff berg- oder talwärts bewegt.

Nach zwei Schleusen erreichen wir schliesslich den Comfortpark in Wessem. Unser Liegeplatz ist neu zwischen zwei älteren Schiffen. Dasjenige rechts unseres Liegeplatzes will der Eigner verkaufen. Es ist in einem sehr schlechten Zustand und der Besitzer will das Schiff noch auf Vordermann bringen.

Bevor wir unsere Reise antraten, hat er sein Schiff mit Hochdruckreinigern abspritzen lassen. Dabei wurde unser Schiff durch seinen Dreck mit verschmutzt. Er war aber vor unserer Abfahrt aber nicht mehr auffindbar, so dass ich keine Reklamation anbringen konnte.

À-propos Schleusen: Ich habe einen Schleusenvorgang einmal mit einem Video festgehalten, so dass du einen Eindruck bekommst.

 

Zufrieden und unfallfrei haben wir 1’214 km zurückgelegt und freuen uns auf eine Pause in Wessem. Wir treffen uns nächste Woche mit Erwin Schuller, um die diversen Problemchen der Taranaki zu beheben.

Unser Blog wird deshalb solange ruhen, bis es wieder heisst: Leinen los! Das wird hoffentlich nicht lange dauern.