Bei der Ankunft im Passantenhaven von Leiden gings zum Waschen von Vorhängen (Liliane und Esther animierten Robert dazu und siehe da, sie sehen wieder aus wie neu) und wir mussten Kleider und Bettwäsche einer Kur unterziehen. Die Stadt hatte es uns mit ihrer Ausstrahlung angetan, so dass wir beschlossen einen Tag länger zu bleiben. Am nächsten Tag konnten deshalb die Crews länger im Bett bleiben, ohne dass wir etwas verpasst hätten.

Robert entdeckte diese beiden sehr schön gepflegten Exemplare von Schleppern. Farblich abgestimmt scheinen sie dem gleichen Eigner zu gehören.

Gegen Mittag besuchten wir das Städtchen und anschliessend den Botanischen Garten, der als ältester von ganz Westeuropa bezeichnet wird. Er bietet schöne Einblicke in eine wunderbare Blumenpracht, wie du dich selber überzeugen kannst.

Die Treibhäuser mit tropischem Klima werden umgeben von schönen Parkanlagen. Der Hortus Botanicus in Leiden können wir wirklich jedem empfehlen, dessen Herz für Blumen und Pflanzen schlägt.

Heute morgen starteten wir pünktlich um neun Uhr die Motoren und fuhren aus dem Passantenhafen Richtung Gouda.

Die Reise führte über den Oude Rjin vorbei an schönen Häusern und immer wieder vor Klappbrücken mit niedriger Durchgangshöhe.

Unterwegs trafen wir auch Unerwartetes.

Jedenfalls zeigten sich nicht nur Liliane und Esther überrascht, was sie hier zu Gesicht bekamen.

Zeigen wir doch des Rätsels Lösung, ein Schiff der Extraklasse.

Aber eigentlich sind es die kleinen Schmuckstücke, die es uns noch mehr angetan haben.

Auch Hausboote müssen mal zur Werft, um sich vom Ballast der Flüsse zu befreien (in der Regel ist das eine dicke Muschelkruste).

Auf der Reise gab es eine ganze Reihe von Klappbrücken zu passieren.

Das führt manchmal zu Stausituationen, wie Beispiel zeigt. Hier warten 10 Schiffe auf Durchfahrt, die etwas dauerte, weil offenbar nach der Brücke Berufstaucher an der Arbeit unterwegs waren.

Es gibt aber nicht nur Klapp- und Drehbrücken, es gibt auch Hebebrücken, wie hier in Boskoop.

Schliesslich landeten wir vor der Klappbrücke zum Gemeindehaven von Gouda. Dort dümpelten wir beinahe drei Viertel Stunden, weil es keine Anlegemöglichkeit gab. Endlich schafften wir dieses Hindernis und dann auch noch die darauf folgende Schleuse. Der Gemeindehaven wir als Hafen mit Stromanschlüssen, Duschen, WC usw. angepriesen. Leider gilt das nicht für alle Anlegestellen. Diejenigen mit Stromanschlüssen waren alle schon besetzt. Nun den, wir haben ja Sonnengläser und werden morgen kurz den Generator anwerfen. Denn ohne „Gaffe“ können wir nicht losfahren.

Am späteren Nachmittag gab es ein kräftiges Gewitter, wir hatten schon angelegt und waren beim Zvieri. Unser Zelt ist dicht und das viele Wasser konnten wir gut ableiten.