Gestern haben wir unsere Freunde Brigitta Gwerder und André Keller in Swalmen besucht. Dort bestaunten wir bei einem Apéro das neue Kleid, eigentlich ein Deux-Pièce, der Linna. Unten hat sie einen neuen Anstrich erhalten, der neu auch das Schanzkleid1 in edlem Blau erstrahlen lässt. Oben hat sie eine grosszügige Bimini erhalten, was eher einem Wintergarten als einem Zelt auf der Heckterasse ähnelt. Es sieht sehr edel aus und ist handwerklich toll verarbeitet. Die Heckterasse kann so ganz anders genutzt werden und ist eine Augenweide für Eigner und Besucher.

Heute haben wir uns um 8:00 Uhr beim Tullemans in Maasbracht zum Bunkern verabredet. Für uns war das eine humane Startzeit, Brigitta und André mussten bereits um 06:30 Uhr starten. Wir konnten den Tank mit 279.88 Liter füllen und bezahlten den Liter mit € 2.2o. Das ist in Anbetracht der gegenwärtigen Verhältnisse ein guter Preis. Die Rechnung geht inkl. Zollgebühren an das Weisse Haus in Washington. Immer wenn ich an Trump seine Eskapaden denke, kommt mir der Song vom Gölä „I hätt no viu blöder ta“ in den Sinn. Denn heute vermute ich, dass dieser Song von Trump handelt.

André und ich erreichten die Bunkerstation beinahe gleichzeitig. Als wir getankt hatten, fuhr ein Container-Frachter gemächlich auf die Schleuse Maasbracht zu. So fragte ich an, ob wir nach dem Frachter auch einfahren dürfen. Das ging und so konnten wir unsere Reise ohne Zeitverlust in Angriff nehmen.

Im Vorfeld hatten wir auf Waterkaarten gesehen, dass auf der Strecke diverse Baggerarbeiten im Gang seien und für die Passagen diverse halbstündige Zeitfenster vorgesehen seien. Deshalb hatten wir den Reisestart für unsere Verhältnisse früh angesetzt.

Unterwegs trafen wir die Passion von Siegfried und Helene Sommerhalder. Über Funk erkundigten wir uns über die Reiseziele. Zudem nahmen wir die Gelegenheit wahr, uns über die Verkehrssituation auf dem Julianakanaal zu informieren. Siegfried meinte, es gebe Baggerarbeiten unterwegs, die zu passieren aber problemlos möglich seien.

Nach einer gemütlichen Fahrt erreichten wir schliesslich den Jachthaven Treech’42, den wir bereits mehrmals angefahren sind.

Nach einem Ankertrunk auf der Linna machten wir in Maastricht einige Besorgungen. Schliesslich trafen wir uns in einem Strassencafé und kosteten Wein, nicht aber ohne etwas Kleines zu essen. Einzig Brigitte fand auf der Karte keine leckeren kleinen Bissen. Der Crémant und der Wein entsprachen dann eher ihrem Gusto.

Wieder auf dem Schiff brieten wir eine Rösti und Brigitta veredelte diese mit einem Potpurri an Würsten, Pilzen und gedünsteten Gemüsen. André verwöhnte uns mit einem schönen Rioja. Zurück auf der Taranaki fanden wir noch einen Absacker, der unsere Erzählungen würdig umrahmte. Und wir trainierten unsere Lachmuskeln!

1 Schanzkleid = Das Schanzkleid, auch Schanzkleidung oder Verschanzung, ist eine vollständige oder in Teilen verbaute Fortsetzung der Bordwand oberhalb des Oberdecks eines Schiffes. Es bietet eine Schutzfunktion vor Wellengang und Wind.