Der Hafen Treech’42 hat die Preise gegenüber dem Vorjahr ziemlich stark erhöht: Die Übernachtung inkl. Elektrizität kostete neu € 35.45. Das ist etwa ein Drittel teurer, als letztes Jahr.

Heute fuhren wir um ca. 09:00 Uhr in Maastricht los. Gestern und in der Nacht war viel Frachtverkehr unterwegs und so hofften wir, dass wir bei Lannay rasch schleusen könnten. Die Hoffnung brauchte Geduld, weil wir rund eine Stunde warten mussten.

Doch dann kam doch noch ein Schubverband mit zwei Leichtern, so dass das Warten ein Ende hatte. Ihm folgten vier Sportboote, die Linna mit André und Brigitta und wir mit unserer Taranaki. Wir konnten für einmal am letzten Schwimmpoller fieren, sehr zur Freude von Brigitte.

Das Wetter war prächtig, aber sehr windig. Wir kamen gut voran und so landeten wir bald einmal im Stadthaven von Liège. Wir rechneten auch hier mit einer Preiserhöhung und waren dann über die Tarife mehr als überrascht. Hier zahlten wir lediglich € 11.51 (inklusive Elektrizität).

SAMSUNG CSC

Nachdem wir unseren Obulus entrichtet hatten, spazierten wir durch die Stadt und stiegen die berühmte Bueren-Berg-Treppe1 hinauf.

Auf dem Weg zurück zum Hafen mussten wir uns noch stärken, Bistros findet man in Liège genügend.

Mir ist im Gegensatz zu früheren Besuchen aufgefallen, dass die Stadt wesentlich sauberer geworden ist. Die Baustellen in der Innenstadt sind abgeräumt. Liège zeigt sich von der besten Seite.

 

1 Die Montagne de Bueren, zu deutsch Bueren-Berg oder auch Bueren-Treppe, ist eine Treppe in der Altstadt von Lüttich. Sie führt bei einer Gesamtlänge von 260 Metern und einem Höhenunterschied von 67 Metern von der Altstadt zu den höher gelegenen Wohnvierteln und hat dabei je nach Abschnitt eine Steigung von 28 bis 30 Prozent. Mit insgesamt 374 Stufen ist die Montagne de Bueren, nach der Treppe zur Zitadelle von Dinant mit 34 Stufen mehr, die zweitgrößte Treppe Belgiens und gilt als eine Touristenattraktion der Stadt.

Die Treppe wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, um Soldaten von der Lütticher Zitadelle, die wenige hundert Meter über dem Ende der Treppe liegt, einen schnellen Zugang zur Innenstadt zu ermöglichen. Die Treppe erhielt den Namen von Vincent de Bueren, der Lüttich bei einem Angriff des Herzogs von Burgund, Karl dem Kühnen, im 15. Jahrhundert verteidigte und würdigt die Leben von 600 Soldaten, die während des Kampfes getötet wurden.