Die Taranaki mag sich denken: Endlich wieder zu Hause! Festgemacht am Steg vom Comfortparc in Wessem darf sie nun ihre Sommerpause genissen.

Heute morgen starteten wir im schon ziemlich verkrauteten Jachthafen Treech’42. Der Steg ist immer noch der gleiche, die Sanitäranlagen sind sehr gut und sauber, das Clubrestaurant kann bestens empfohlen werden und hat während der Saison jeden Tag geöffnet. Auf der Wiese und im Kinderbad tummeln sich viele Clubmitglieder. Passanten mit Schiffen sind da ebenfalls sehr willkommen.

Es gab während der Fahrt keine grossen Überraschungen. Einzig bei der Schleuse in Born hatte das vor uns liegende Boot am Schwimmpoller auf Steuerbord festgemacht, statt gefiert. So geschah, was geschehen musste: Die Schwimmpoller reagieren erst, als der Wasserpegel etwa 1.50 Meter gesunken war. Deshalb hing das unter deutscher Flagge segelnde Sportboot schon bald ziemlich schief in der Luft. Es hing schliesslich buchstäblich in der Leine und schleifte auf den Fendern talwärts. Es ging eine ganze Weile, bis die Crew das Tau durchschnitt und mit einem Ersatztau die Reise nach unten einigermassen normal fortsetzen konnte. Dummerweise hatten sie das Auge um den Schwimmpoller gelegt.

Durch starken Rückenwind wurde das Boot so abgedrängt, dass die Frau das Tau nicht mehr aushängen konnte. Wenn es keiner weggenommen hat, dann hängt es da noch immer.

Wir fuhren den Julianakanal talwärts zur Maasbracht-Schleuse, wo uns die Deutschen wieder einholten. Ich meinte, es handle sich um Anfänger und wollte ihnen einen Tipp geben. „Das Auge bleibt immer am Klampen des Schiffs und mit dem anderen Ende der Leine wird um den Schwimmpoller gefiert“. Mein Ratschlag wurde mit „Das wissen wir schon alles“ beantwortet. Ich solle doch ganz nach vorne fahren, es komme noch ein Frachter. Das hatte ich über Funk ja bereits mitbekommen. Es handelte sich um die Nova Via, einem und niederländischer Flagge fahrender Familienfrachter, der mehrheitlich Sand und Kies befördert.

Nun denn, es gibt neben dem Typen mit dem goldenen Haar auch Skipper mit Beratungsresistenz.

Wir legten glücklich an und hatten auf diesem Törn seit dem April 2026 total 234.4 Motorstunden zurückgelegt, was rund 2’340 km Fahrt bedeutet. Die genaue Zahl werde ich noch auswerten. Das sind gerade mal 3.1 Stunden mehr als im Sommer 2025, als wir nach Hamburg und Lübeck fuhren.

Heuer sind wir exakt einen Tag früher in Wessem zurück, als letztes Jahr.