Gestern durften wir Liliane und ihre Schwester Esther begrüssen. Robert hatte sie am Flughafen abgeholt und zu unserem Hafen geführt. In der Nähe haben wir in einem kultigen Quartierrestaurant feinen Wels an einer exquisiten Senfsauce gegessen, die so fein war, dass wir einen Zuschlag wünschten. Das feine Abendessen konnten wir bei schönster Abendsonne und einem schönen Monastrell geniessen. Schliesslich gab es noch ein leckeres Dessert mit Kaffee. Liliane uns Esther haben das Abendessen bezahlt, wir danken auch an dieser Stelle bestens dafür.

Wir starteten um ca. neun Uhr die Motoren und fuhren den Rest des Amsterdam-Rijnkanaal hinunter und bogen in das Hafenbecken von Amsterdam mit dem Central Bahnhof ein. Emsig waren auch die vielen Fähren bereits unterwegs und wir mussten links und rechts, vorne und hinten auf der Hut sein, weil es doch viel Verkehr gab.
Dann fuhren wir steuerbord in den Zijnkanaal ein und fuhren diesen hinunter. Bei der Wilhelminabrug gab es das einzige Schleusenmanöver des Tages. Da wir nicht unter der festen Brücke durchkommen, mussten wir die grosse Schleuse durchfahren.


Bei Oostknollendam bogen wir backbordseitig in die Maarkervaart ab. Diese verliessen wir bereits nach kurzer Zeit wiederum backbordseitig und befuhren die Enge Stierop. Bald erreichten wir das Alkmaardermeer. Der Wind war zwar ziemlich stark, wellenmässig war es aber erträglich. Wir verliessen den See und erreichten den Nordhollandsch Kanaal. Nun war es nicht mehr weit und wir erreichten Alkmaar. Robert legte mit seiner Highlander an der Vormeer an, ich mit der Taranaki an der Bierkade. Wir hatten die Hafenmeisterin nur auf der Combox erreicht, da kam sie aber auch schon angeradelt. Sie „verlegte“ die Taranaki in den Turfmarkt-Hafen, wobei zuerst noch die Klappbrücke geöffnet werden musste. Alles ging glatt, aber beim Strom hatten wir unsere Mühe. Robert fand den Anschluss etwas über der Wasserlinie unterhalb der Kade und ich konnte unser Schiff mit Elektrizität versorgen. Robert fand zwar seine Steckdosen auf Anhieb, doch wollten diese nicht funktionieren. Nachdem er bei der Hafenmeisterin Rat holte, konnte auch er Elektrizität beziehen. Eigenartigerweise genügt einstecken nicht, der Stecker muss auch noch gedreht werden.

Weiter haben wir ein Holzhaus mit grüner Fassade entdeckt. Der historische Hintergrund dazu: Haus aus dem 16. Jahrhundert mit Holzfassade an der Zijdam.
Jedes Stockwerk der Holzfassade überragt das darunter liegende Stockwerk. Auf diese Weise wurde ein optimaler Schutz gegen Regenwasser realisiert.



