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Reisen mit der TARANAKI

Sneek – Driewegsluis

 

Sneek - DriewegsluisÜber die Pfingsttage wollten wir in Sneek eine geruhsame Zeit verbringen. Einerseits genossen wir im Jasmine Garden ein wundervolles Abendessen mit unseren Schleusenverein-Freunden Peter und Elisabeth Morgenthaler, André Keller und Brigitta Gwerder sowie meinem Bruder Robert und meiner Frau Brigitte. Das Essen und Getränke sind sehr fein und preislich unvergleichlich, weil jeder soviel essen darf, wie er will. Zudem werden die Sushi jeden Tag frisch zubereitet, Köstlichkeiten für Gaumen und Seele.

Am 27. Mai trödelten wir noch etwas und waren auf dem Schiff, während dem ganze Konvois von Schiffen an uns vorüber fuhren, mal von der einen Seite, mal von der anderen. Der Kanal ist beidseitig mit Schiffen belegt, die Wasserstrasse dem entsprechend nicht mehr sehr breit. Es gibt versierte und weniger versierte Skipper und insbesondere das dauernde Verwenden des Bug- und Heckstrahlruders deutet eher auf weniger erfahrene Freizeitkapitäne.

Dann war es wieder mal soweit. Der Skipper der Castor 1 verwendete das Bugstrahlruder dauernd und intensiv und wir hatten den Eindruck, dass er es manchmal auch fehlerhaft nutzte. Er wartete gar nicht, bis er sah, was das Schiff machte.

So kam es, dass das Bugstrahlruder nach Steuerbord ausschlug, auf unsere Schiffe zusteuerte und nicht mehr abgestellt werden konnte. Wir hielten an der Reling entgegen, federten mit Fendern entgegen. Als der Bootsführer dann auch noch Gas gab, konnten wir die Castor nicht mehr abwehren und sie fuhr in die Reling von Robert’s Highlander. Die Reling wurde durch den Aufprall um ca. 3 cm nach innen gedrückt.

Sneek - Driewegsluis  Sneek - Driewegsluis

Die deutschen Gästen der gemieteten Castor 1 waren frustriert, da sich das Bugstrahlruder nicht mehr abstellen liess. Das Schiff glitt nach hinten und bedrohte dann auch die Taranaki. Glücklicherweise konnten wir sie mit Tropfenfendern und Muskelkraft vom Zusammenstoss fernhalten.

Sneek - DriewegsluisBald kamen freiwillige Helfer an Bord und der Hafenmeister, dem es gelang, die Motoren der Castor abzustellen. Mit zwei Schlauchbooten, vorne eines zum Ziehen und hinten eines zum Stossen, wurde das manövrierunfähige Schiff an einen inzwischen frei gegebenen Anlegeplatz geschleppt und vertäut. Der ca. 2 Std. später eintreffende Mechaniker der Vermieterfirma ersetzte das Bugstrahlruder, besichtigte den Schaden am Highlander und versprach, diesen in der Werft zu reparieren. Diese lag auf unserem Weg, weshalb wir dort einen Zwischenstopp planten.

Morgens kurz vor neun Uhr starteten wir die Motoren und wendeten vor der Klappbrücke, weil unsere Abzweigung in unserem Rücken lag. Dort telefonierte Brigitte mit dem Brückenwart, der uns eine Viertelstunde später die Klappbrücke öffnete.

Wir fuhren bei bedecktem Wetter und wenig Nieselregen los, durch wunderschöne Landschaften. Wir sahen eine Menge Vögel, Kühe, Schafe und einzigartige Landschaften.

Sneek - DriewegsluisDann erreichten wir die Scharsterijnbrug, welche über die Autobahn führt. Es handelt sich um eine zweigeteilte Klappbrücke. Schiffe mit einer Durchfahrtshöhe von weniger als 3.50 m können direkt durchfahren, für die anderen wird der Verkehr auf der Autobahn jeweils um 10 nach und 20 vor jeder vollen Stunde gestoppt, die Klappbrücke angehoben, so dass auch wir durchfahren konnten. Wir dümpelten gut 10 Minuten, dann sahen wir die Fahrzeuge auf der Autobahn stoppen, die Brücke hob an und wir konnten durchfahren.

Bald darauf erreichten wir unseren Zwischenstopp, die Basis der Castor 1 in Echtenerbrug. Wir legten an und Robert klärte mit dem Chef das weitere Vorgehen. Er entschied, den Schaden seiner Versicherung zu melden. Robert wird die Highlander durch Erwin Schuller reparieren lassen, sobald wir wieder in Maasbracht sind.

Nach einem Kaffee fuhren wir weiter zur Driewegsluis, wo wir im bekannten Hafen kurz nach der Schleusendurchfahrt anlegen konnten. Zum Nachtessen gab es Rösti mit Käse und Robert brachte einen feinen Rosé.

Sloten – Sneek

 

Wegen der bevorstehenden Feiertage bei schönem Wetter und der absehbaren Verhaltensweisen der Niederländer, sie sind an solchen Tagen alle auf dem Wasser zu finden, beschlossen wir, auf dem kürzesten Weg nach Sneek zu fahren.

Doch zuerst mussten wir ablegen. Der Wind blies mit 39 km / Std. und drückte die Schiffe an die Anlegestellen. Die Taranaki und die Highlander waren in einer kleinen Bucht am Anlegesteg festgemacht. Zuerst musste Robert wegfahren, da ich zuerst etwas rücksetzen musste. Als er weg war, dampfte ich auf Vorspring ein und drehte das Steuerrad so, dass das Heck vom Ufer wegkam. Ich wollte dann mit einer starken Rückfahrt und dem Bugstrahlruder die Taranaki in Fahrtrichtung drehen.

Der lange Kiel und die Zeit, die verging, bis die Taranaki Fahrt aufnahm war zu lange und der Wind drückte uns wieder in die Bucht. Beim nächsten Mal gelang es schliesslich und wir fuhren dem Konvoi bestehend aus der Zattera, der Highlander und der Linna hinterher.

Sloten - SneekWir fuhren durch den Sleattemer Gat zum Slotermer. Dort erwartete uns ein kräftiger Gegenwind, was aber für uns günstig ist, weil wir zwar etwas auf und ab „gigampfen“, aber nicht mehr rollen, wie am Vortag. Sloten - Sneek  Sloten - Sneek Sloten - Sneek

Nach der Ortschaft Woudsend fuhren wir die Nauwe Wimerts und dann die Wide Wimmerts hoch.Sloten - Sneek In Ijlst gibt es eine Engstelle mit einem rechtwinkligen nach Bachbord drehenden Kanal mit einer Ziehbrücke. Sloten - SneekDer Platz ist knapp und die Manöver sind sauber zu fahren.

Sloten - SneekDann gings nicht mehr weit, bis wir das Äquadukt De Gau überquerten, unter dem eine Autobahn durchfährt. Diese Stelle bildet den Stadtbeginn von Sneek.

Sloten - SneekVor dem berühmten Stadttor warteten bereits einige Schiffe und wir wollten in die Stadt hinein fahren. Als sich die Hebebrücke öffnete fuhren wir in die Stadt hinein, ausser André Keller mit der Linna. Wir drei konnten kurz darauf steuerbordseitig anlegen und unsere Schiffe vertäuen. André hatte einen Platz vor der Hebebrücke vorgezogen.

Sloten - SneekAm Nachmittag gingen wir einkaufen und erfreuten uns am Sportboot-Kino. Pausenlos fuhren Sportboote an uns vorbei, mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung. Dabei kam es beinahe zu einem Crash zwischen einer Motorjacht und einem Segler, der sein Schiff im Kanal unvermittelt drehen wollte.

Dann luden wir alle zu einem Apéro auf der Taranaki ein, bevor wir im Spezialitätenrestaurant Jasmine Garden chinesische Spezialitäten essen gingen.

Es war ein amüsanter Abend und es wurde viel gelacht, wie es im Schleusenverein eben Brauch ist.

Wir bleiben sicher bis nach Pfingsten in Sneek und werden erst am Dienstag weiterfahren. Bis dahin erscheinen auch keine neuen Blogs.

Driewegsluis – Sloten (Sleat)

 

Driewegsluis - Sloten (Sleat)Gestern Abend konnte ich um 22:15 Uhr noch die beiliegende Abendstimmung im Oberwasser der Driewegsluis festhalten.

Heute wollten wir Peter und Elisabeth, André Keller und Brigitta Gwerder sowie Robert mit ihren Schiffen in Sloten (Sleat) treffen. Die morgendliche Kontrolle des Seewasserfilters war positiv, es gab nur wenig Material zum Entsorgen.

Dann starteten wir gegen Viertel nach zehn den Motor und fuhren aus dem Hafen in die Driewegsluis. Wir waren zuvorderst, dann kam noch eine Megajacht, wobei der Skipper vom Führen eines Schiffes wenig Ahnung hatte. Mit Hilfe des Schleusenwartes konnte er dann etwas weiter vorne festmachen, so dass zwei weitere Sportboote in der Schleuse Platz fanden. Obschon der Hub nur etwa 10 cm ausmacht, ist es sinnvoll, die Schleusen so gut wie möglich zu füllen.

Driewegsluis - Sloten (Sleat)Es folgten anschliessend eine ganze Reihe von beweglichen Brücken und dort machen Konvois durchaus Sinn, da die Strassenbenützer warten müssen, bis alle Schiffe vorbei sind.

Wir fuhren die Junkers of Helomavaort hoch, fuhren dem Pier Christianssleat entlang und mündeten in das Tjeukemeer. Bereits bei der Einfahrt spürten wir den starken Wind aus Nord-Ost und weil unser Kurs Richtung West Nordwest verlief, wussten wir was uns erwartet. Die Taranaki wird etwas rollen. Gar so schlimm wurde es nicht, aber trotzdem eine rauhe Bise mit etwa 3 bis 4 Beaufort.

Hier einige Eindrücke, die Brigitte aufgefangen hat:

Driewegsluis - Sloten (Sleat) Driewegsluis - Sloten (Sleat)

Nach dem Meer ging es unter einer Autobahnbrücke mit einer Durchfahrtshöhe von etwa 12 m weiter Richtung Follegea Brücke. Diese wurde kurz nach unserer Ankunft angehoben und nachdem wir die Durchfahrt eines entgegenkommenden Sportbootes abgewartet hatten, konnten wir mit drei anderen Schiffen passieren. Nach dem Follegeasleat kreuzten wir den vielbefahrenen Prinses Margrietkanaal, bogen in den Grote Brekken, um dann Richtung Steuerbord in den Riensliet einzubiegen.

Diesem folgten wir, kamen in die Hjeringsleat, durchquerten das Brandemar, fuhren den Wâldsleat und de De Dolfijn hoch und näherten uns Sloten resp. Sleat, wie es auf Friesisch heisst. Dort telefonierte Brigitte mit Peter Morgenthaler um zu fragen, wo sie angelegt hätten. Nachdem das geklärt war – die drei Schiffe waren selber gerade beim Anlegen – kamen wir kurz nachher ebenfalls zum Sleattemer Gat. Zeitlich besser abstimmen hätten wir es nicht können, obschon aus völlig verschiedenen Richtungen kommend legten wir innert einer Viertelstunde alle an der Kade an.

Driewegsluis - Sloten (Sleat)

Mit einem Ankertrunk auf der Zattera startete der gemütliche Teil. Ein kleiner Dorfbummel zeigte uns später ein schönes Dorf mit vielen alten Häusern. Diese sind gut erhalten, die Strassen und Plätze sauber und einladend. Im wohl einzig geöffneten Restaurant des Dorfes genossen wir eine Apfeltorte mit Kaffee.

Zwartsluis – Driewegsluis

 

Heute fuhren wir etwa um halb zehn Uhr los und verliessen den Jachthaven De Krannerweerd Richtung Norden. Nach kurzer Zeit bereits zweigten wir Backbord ab über die Beukerssluis. Diese ist kombiniert mit einer Ziehbrücke. Vor uns fuhr ein Frachter mit wenig Tiefgang, denn ab der Schleuse ist Schluss mit grossen Cargos.

Beim Waterpark Beulaker Haven gab’s die nächste Ziehbrücke und wir konnten wieder im Nachgang zum Frachter durchfahren. In diesen Gewässern wird die Geschwindigkeit auf 9 km / Std. beschränkt. Nach der Ziehbrücke bogen wir in die Beulakerwijde ein. Es herrschte eine steife Bise und war ziemlich kalt. Ich hat erstmals lange Hosen an- und eine warme Jacke übergezogen.

In der Walengracht wurde die Geschwindkeit auf 6 km / Std. beschränkt. Es ist ein wunderbarer Ort mit vielen weiten Ebenen, die immer feucht und für Zugvögel ein Paradies sein müssen.

Zwartsluis - DriewegsluisHier begegnete uns eine Tjalk unter Segel.

Anschliessend gelangten wir ins Giethoornsche Meer, das wir durchquerten. Die Wasserstrassen sind gut markiert und deshalb gefahrlos zu durchfahren. Kurz nach Muggenbeet kommt eine Brücke mit 5.40 m Durchfahrtshöhe. Das heisst für uns Masten ablegen. Während der Fahrt muss Brigitte solche Aktionen durchführen.

Kurz nachher bogen wir in die Kalenbergergracht ein. Das war eine traumhafte Durchfahrt, immer noch auf 6 km / Std. beschränkt, aber deshalb umso eindrucksvoller.

Zwartsluis - DriewegsluisIn Kalenberg hat es eine Ziehbrücke, die von einem Brückenwart bedient wird. Eine Durchfahrt kostet € 2.20, die mit einem Zoggeli eingezogen wird. Wir waren eine ganze Armada, die da durchfahren wollten.

Zwartsluis - DriewegsluisAls wir an der Reihe waren, wollte der Zoggeli-Mann wissen, ob wir aus Zürich seien. Brigitte korrigierte den Irrtum umgehend.

Schliesslich landeten wir im Jachthaven Driewegsluis. Der Hafen ist modern eingerichtet und preiswert. Im naheliegenden Restaurant gab’s dann Apfelkuchen und Kaffee.

Zwartsluis - Driewegsluis Zwartsluis - Driewegsluis

Zwartsluis - Driewegsluis Zwartsluis - Driewegsluis

Anschliessend fuhren wir mit unseren Klapprädern durch die Umgebung. Auf der Strasse entdeckte ich einen wunderschönen Fasan, der dann das Weite suchte.

Unser Ziel war eigentlich Ossenzijl, aber ich fuhr munter weiter und Brigitte folgte mir mit kritischen Worten. Meine planlose Herumfahrerei werde uns noch Schwierigkeiten bereiten, so meinte sie. Normalerweise hat sie damit recht. Wir waren schon beinahe vernachtet, weil ich es besser wissen wollte.

Zwartsluis - DriewegsluisIn Kalenberg machte ich noch ein paar Fotos und schlug vor, einen alternativen Rückweg einzuschlagen.

Zwartsluis - Driewegsluis

 

 

 

Zwartsluis - Driewegsluis Zwartsluis - Driewegsluis

So fuhren wir zuerst über schöne Fahrradwege nach Oldemarkt, wo wir noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen konnten. Es war schon nach sechs Uhr und Brigitte meinte, jetzt hätten wir den Salat. Wir müssten noch über einen Fluss und dazu eine Fähre benutzen und die fahre bestimmt nicht mehr. Den ganzen Weg zurückzufahren sei dann eine anstrengende Angelegenheit. Ich fuhr unbeirrt weiter und schliesslich landeten wir an einer gelben Fähre mit Kettenantrieb. An Bord hatte es zwei grosse Schwungräder und ich begriff, dass es sich um eine Selbstbedienungsanlage handelte. Ich fuhr auf die Fähre und Brigitte war zuerst gar nicht begeistert.

Zwartsluis - DriewegsluisAber schliesslich gelangten wir dank Muskelkraft ans andere Ufer. Kurz darauf bogen wir zum Hafen ein und landeten wieder auf der Taranaki.

Hasselt – Zwartsluis

 

Heute morgen verfasste ich noch vor acht Uhr ein E-Mail an die Firma PWR-Motoren, dass wir in der Nähe von Zwartsluis seien und in Kürze dort eintreffen könnten. Für einen raschen Einbau der Wasserpumpe wären wir sehr dankbar.

Viertel nach zehn Uhr, ich hatte gerade den Motor gestartet, erhielt ich von der Firma einen Anruf. Ich könnte direkt an den Anlegestellen der Firma festmachen, so dass ein Mitarbeiter noch vor dem Mittag mit dem Einbau beginnen könnte.

Hasselt - ZwartsluisWir waren sehr dankbar, fuhren die kurze Strecke nach Zwartsluis und machten beim Anleger der PWR-Motoren fest. Ich hatte mir am Vortag noch in Google-Map die Satellitenaufnahmen angesehen und festgestellt, wo die Einfahrt und die Anlegestellen der Firma sich befinden. So fand ich auf Anhieb die richtige Stelle und wir machten die Taranaki in einer Box fest. Dann meldete ich mich im Büro und der gleiche Mechaniker, der seinerzeit den Impeller wechselte, begann mit dem Einbau.

Die Seewasserpumpe, wie sie fachlich bezeichnet wird, pumpt Seewasser in den Motor, wo es in einem Wärmetauscher das Kühlwasser des Motors kühlt. Anschliessend wird es noch zur Kühlung des Abwasserschlauches eingesetzt und mit den Abgasen ausgestossen.

Das Teil unter dem schwarzen Filter ist so eine Seewasserpumpe.

Das neue Teil war wirklich neu und glänzte noch messingfarben. Der Mechaniker liess es grün einfärben in der Farbe von Volvo-Penta. Anschliessend war Mittagszeit. Am Nachmittag baute er die neue Seewasserpumpe ein. Der Versuch, den Motor zu starten, ging schief. Der wollte und wollte nicht anspringen. Zuerst wurde die Batterie gemessen, Resultat positiv. Dann wurden die Kerzen einer Prüfung unterzogen, auch ohne negative Resultate. Schliesslich löste er die Schrauben vom Wasserfilter etwas und der Motor sprang sofort an.

Dann verglich er die beiden Wasserpumpen, links die neue und rechts die alte:

Hasselt - Zwartsluis Hasselt - Zwartsluis Auf den Bildern ist deutlich zu erkennen, dass die Achse der neuen Pumpe etwas länger ausgefallen ist. So passt die nie in den Motor, obschon es sich genau um die Standardversion des Volvo-Penta MD40 A handeln soll.

Zur Lösung gibt es zwei Ansätze: Die neue Pumpe wird einer Maschinenbaufirma zur Anpassung übergeben. Dauer und Erfolg ungewiss. Oder PWR-Motoren repariert die alte Pumpe bestmöglich, so dass ich weiterfahren kann und das nächste Mal schauen wir mit Erwin Schuller in Maasbracht, wie wir weiter vorgehen können.

Leider kann die neue Pumpe nicht zurückgenommen werden, weil sie bereits bemalt und im Motor eingesetzt worden war. Zudem handelt es sich um ein Ersatzteil, das wohl bei PWR-Motoren nie mehr eingesetzt werden könnte. Ich erhielt aber freundlicherweise einen Rabatt auf die Rechnung.

Der Mechaniker meinte, die alte sei bereits manuell angepasst worden, es handle sich nicht um ein Originalteil.

Nach der Reparatur der alten Wasserpumpe, eine Dichtung war defekt und es gab deutliche Verschleissspuren auf der Achse, funktioniert die Wasserpumpe wieder ohne zu lecken. Ich habe jeweils etwas lange vorglühen müssen. Durch die Reparatur resp. die Diagnosearbeiten konnte dieses Problem ebenfalls gelöst werden. Einzig die Dieseltankanzeige ist noch defekt und muss in Maasbracht auch ersetzt werden. Ich berechne den Dieselverbrauch bis dahin manuell und werde frühzeitig nachtanken.

Wir beschlossen deshalb, die Weiterfahrt bis Sneek zu wagen, wo wir Robert treffen werden. Er wird morgen im Konvoi unter der Leitung von Peter Morgenthaler und mit André Keller die Fahrt übers Ijsselmeer wagen.

Nach der Reparatur legten wir im Jachthaven Kranerweerd in Zwartsluis an. Dieser befindet sich genau vis-à-vis von PWR-Motoren.

Elburg – Hasselt

 

Elburg - HasseltHeute morgen wollten wir früh losfahren. Doch bevor wir abfuhren, hatten wir am Steg noch einen edlen Besuch.

Am Sonntag war der Hafenmeister aus verständlichen Gründen nicht anwesend und der Automat akzeptierte unsere Karten immer noch nicht. Aber um 10 vor Acht stand Der Hafenmeister vor der Taranaki und forderte den übligen Obulus ein. Den bezahlen wir gerne, die sanitären Anlagen sind sehr sauber und in genügender Anzahl vorhanden. Strom ist inbegriffen und auch die Duschen gibt’s umsonst. Für die gut € 21.00 ist das sehr preiswert.

In der Reevesluis sah ich von hinten einen leeren Cargo kommen. So fragte ich den Schleusenwart über Funk, ob wir hinter dem Cargo noch Platz hätten. Er bejahte meine Frage und so liessen wir ihn einfahren und schlossen uns dann ihm an. Im Oberwasser erwarteten uns vier Tjalks, die wohl zu einer Gruppe gehörten und drei weitere Sportboote.

Die Scheeresluis vor der Ijssel wartete mit Grünlicht auf uns, so dass wir nur noch einfahren mussten. Der Verbindungskanal zwischen Drontenmeer und Ijssel heisst Buiten Reeve und ist ein einzigartiges Naturparadies. Es hat dort jede Menge Vögel, die Geschwindigkeit ist deshalb auf sechs km / Std. beschränkt.

Dann ging’s wieder einmal die Ijssel hoch. Bei der Einfahrt schnitten zwei Sportboote, die ebenfalls den Verbindungskanal nutzen wollten, die Kurve so stark, dass mir steuerbordseitig kaum noch Platz blieb. Als sie uns sahen, korrigierten sie ihren Kurs und machten genügend Platz.

In Cargo-Manier kürzte ich die Ijssel hoch den Weg so gut als möglich ab, was Zeit und Diesel spart. Es ging gar nicht so lange, bis wir ins Oberwasser der Spooldersluis einfahren konnten. Talwärts fuhr ein Frachter, der ebenfalls ins Oberwasser einbog. Am Passantensteg für Sportboote hatten bereits vier Skipper festgemacht, so dass ich mit genügend Abstand dümpelte. Hinter mir kam ein deutsches Boot und wollte ebenfalls talwärts schleusen. Nachdem der Frachter in die Schleusenkammer eingefahren war, fuhren die vier Sportboote hinterher. Ich fragte den Schleusenwart über Funk, ob’s für uns auch noch Platz hätte. Das wurde bestätigt.

Gleichzeitig kam ein leerer Passagierdampfer, der eigentlich Vorfahrt gehabt hätte. Der Schleusenwart entschied, dass jetzt mal die Sportboote an der Reihe seien. Der Skipper vom Passagierschiff reagierte leiht angesäuert.

Elburg - HasseltDie Fahrt durch das Zwart Water bis nach Hasselt war dann wieder gemütlich. Unterwegs gab’s zwei Engstellen, verursacht durch ein Baggerschiff, welches ein zweites mit Aushub belud. Gleichzeitig kam ein Cargo entgegen, weshalb wir einen Moment warten mussten. In solchen Situation nimmt man Rücksicht aufeinander, macht Platz, so dass der Cargo ungehindert wieder Fahrt aufnehmen kann. Es gibt immer noch Sportbootfahrer, die solche Grundsätze nicht kennen.

Kurz vor Hasselt hatten wir noch einen Schreckmoment. Ein Sportbootführer fuhr exakten Kollisionskurs. Bevor  ich das Manöver des letzten Augenblicks durchführen musste, korrigierte er seinen Kurs.

Nachdem wir angelegt hatten, besuchten wir das letzte Hansestädtchen, das wir noch nie besucht hatten. Es ist klein, aber sehr gemütlich. Wir fanden ein Restaurant, das auch noch geöffnet war. Der Rest war wie ausgestorben.

Hasselt wird auch Klein-Amsterdam genannt. Es gibt einige Grachten und Ziehbrücken. Die Menschen wohnen teilweise auch auf dem Wasser, wie folgende Bilder zeigen:

Elburg - Hasselt Elburg - Hasselt

In der Ferne entdeckten wir einen Jumbo. Elburg - HasseltDort kauften wir einige Kleinigkeiten ein und statteten der Eisdiele noch einen Besuch ab.

Harderwijk – Elburg

 

Am 17. Mai trafen wir in Harderwijk ein, am 18. kamen immer mehr Schleusenvereinsschiffe und am 19. Mai fand dann unser Treffen statt. Ich habe dazu einen Bericht für den Schleusenverein verfasst, den ich Euch nicht vorenthalten will:

Bericht Treffen der Hollandfahrer 2023

Wir haben jeweils mit dem Fahrrad die Umgebung erkundet und dabei manch schöne Ecke entdeckt. Der Schleusenverein hatte zwei Törnvorschläge unterbreitet. Einer ging übers Ijsselmeer bis nach Sneek. Peter Morgenthaler leitete diese „Expedition“ und für Robert war das eine einmalige Gelegenheit, geführt dorthin zu fahren.

Wir wollen nach Zwartsluis, um die Motorwasserpumpe zu ersetzten und deshalb trennten sich unsere Wege vorübergehend. Wir wollen nach der Reparatur dann auch nach Sneek fahren, wo wir Robert wieder treffen werden.

Heute gings pünktlich um 09:10 Uhr los, weil die Brücke um 09:15 Uhr öffnete. Robert mit der Highlander, der an der Taranaki festgemacht hatte, löste sich von unsererem Schiff, so dass ich über die Vorspring eindampfen konnte. Das Manöver gefällt mir, kann ich damit doch aus einem engen Raum an der Kade wegfahren, ohne andere Schiffe zu berühren oder am eigenen Schaden zu verursachen.

Zuerst fuhren wir wieder über das Äquadukt und der folgende Film zeigt, wie das geht und worüber wir fahren:

Das Video ist etwas verwackelt, weil ich gleichzeitig noch das Steuerruder bedienen musste. Brigitte hat im Bug eigene Bilder gemacht.

Harderwijk - ElburgWir sind am Vortag mit den Fahrrädern unter dem Äquadukt auf dem Fahrradweg rechts im Bild durchgefahren. Eine sehr eindrückliche Konstruktion, die für uns mit der Taranaki erstmalig war.

Auf der Fahrt nach Elburg – Brigitte hatte kurz nach dem Äquadukt bis kurz vor Elburg das Steuer übernommen – kamen uns viele Schiffe entgegen. Harderwijk - ElburgUnter anderem diese hübsche Tjalk. Auf der Backbordseite siehst du das Seitenschwert, welches ein typisches Merkmal der Plattbodenschiffe darstellt. Diese Segelschiffe haben extrem flaches Unterwasserschiff, wegen der seichten Wattenmeere. Sie können dann auch problemlos trockenfallen, ohne Schaden zu nehmen. Das Seitenschwert erlaubt bei Fahrt, ein Abdriften möglichst zu vermeiden. Durch den Drehpunkt kann es Untiefen nach oben ausweichen.

Bald kamen wir in Elburg an und machten im Hafen fest. Wir machten noch einen kleinen Fahrrad-Ausflug zur morgigen Schleuse und durch herrliche Landschaften. Die Ländereien werden durch zahlreiche Entwässerungskanäle durchzogen, die dann über Pumpen, Windräder usw. endgültig entwässert werden. Darin sind die Niederländer wahre Meister.

Wir gönnten uns noch eine Pizza. Nachher entsorgte ich noch das Wasser-Ölgemisch (in der Bilge hat es immer etwas Öl) fachgerecht in einer Entsorgungsanlage im Hafen.

Elburg – Harderwijk

 

Am Morgen zeigte uns Ernst von der Blue Point einen Schiffsartikel-Laden in Elburg. Ich kaufte dort noch zwei ANWB Wateratlas mit übersichtlichen Karten, einen über Friesland und einen über die Staande Mastroute. Letzterer zeigt Routen, auf denen auch Segelschiffe segeln können, ohne den Mast runterlegen zu müssen. Das ist auch für uns interessant, weil unser Schiff mit Mast 5.90 m hoch ist.

Elburg - HarderwijkDann fuhren wir gegen 09:30 Uhr los und mussten bereits kurz nach der Hafenausfahrt unseren Masten herunternehmen. Die Brücke war zu niedrig. Doch bald danach flatterten die Wimpel und Fähnchen wieder munter im Wind.

Elburg - HarderwijkGanz vorne fuhr Ernst, dann Beat, ich und am Schluss Robert. Wenn man im Konvoi fährt sollten etwa drei Schiffslängen Abstand eingehalten werden. Wir wussten das zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Elburg - HarderwijkBrigitte übernahm eine ganze Weile ebenfalls das Steuer und wie entspannt sie dabei war, wird mit dem Bild klar.

Vor Harderwijk fuhren wir über eine Wasserbrücke. Das Wasser führt dort über eine Strasse und wir sahen die Autos unter uns vorbei rauschen. Ein eigenartiges Gefühl, wohl aber auch für die Autofahrer, die plötzlich ein Schiff über sie weg fahren sehen.

Elburg - HarderwijkDann fuhren wir zum ersten Mal unter einer Ziehbrücke durch in den Gemeentehaven von Harderwijk. Der Hafen ist wunderschön gelegen.

Elburg - HarderwijkBeat hatte für den Schleusenverein 100 m reserviert, diese waren frei und so konnten wir bereits dort anlegen, obschon das Treffen erst am Freitag stattfinden wird. Die 100 m werden aber für die 13 Schiffe nicht ausreichen, weshalb Robert und ich bereits unsere Schiffe im Doppelpack anlegten.

Heute hat Monika Ineichen Geburtstag und sie lud uns zu einem Apéro ein. Anschliessend gingen wir einkaufen, bunkerten verschiedene Vorräte und nahmen ein kurzes Mittagessen ein. Nachher sattelten wir unsere Fahrräder erneut und probierten die von Ramona empfohlene App Fietsknoop. Damit kann man eine Route planen, anhand eines Fahrradnetzes, das mit Wegpunkten gekennzeichnet ist und erlaubt, jederzeit seine Route abfahren zu können. Zudem spricht die App, indem sie beispielsweise den nächsten Knotenpunkt ankündet und beim Knotenpunkt sagt, welches der nächste sein wird. Damit kann man fahren, ohne die Karte auf dem Bildschirm studieren zu müssen. Verlässt man die Route, fragt die App sehr freundlich, ob man sicher sei die Route verlassen zu wollen.

Elburg - HarderwijkDiese Testtour führte uns vorbei an einem Villenviertel im Wald mit sehr schönen Häusern, über die Auto- und die Eisenbahn in den Beekhuisesand, einem Traum von einer Landschaft.

Am Abend gab’s Rösti und mit dem runden Teller von Robert gelang mir das Wenden einwandfrei.

Harderwijk ist ein wunderschönes Städtchen und hat sogar eine Beachbar mit einem tollen Sandstrand. Dort tranken wir etwas und bestellten die in den Niederlanden sehr bekannten Bitterballen.

Kampen – Elburg

 

Heute fuhr unsere Taranaki gestärkt durch einen neuen Impeller los. Wir fuhren im Konvoi, zuvorderst die Meander mit Beat und Monika Ineichen, dahinter die Blue Point mit Ernst und Ramona, dann die Highlander mit Robert und am Schluss unsere Taranaki mit Brigitte und mir.

Gestern hatten wir noch einen neuen Namen für die wichtige Funktion der Matrosin auf unserem Schiff: Die Rolle heisst korrekt Fender-Mieze. Eine sympathische Bezeichnung, obschon im Luzernischen Miezen eher negativ besetzt sind.

Zuerst ging’s die Ijssel hoch, bis wir in die Reevediep einmünden konnten. Dann galt es, die Scheeresluis zu überwinden, dabei schleusten wir mit einem Hub von ca. 10 cm talwärts.

Das daran anschliessende Naturschutzgebiet ist sehr schön zu durchfahren. Man sieht viele Wasservögel mit deren natürlichen Habitaten. Deshalb ist die Durchfahrtsgeschwindigkeit auf 6 km / Std. beschränkt.

Kampen - ElburgSchliesslich gelangten wir zur Reevesluis, wo wir mit unseren vier Schiffen und einem Niederländer talwärts schleusten. Kaum waren die hinteren Tore der Schleuse geschlossen, gingen die vorderen schon wieder auf. Der Hub betrug wohl auch kaum 10 cm. Dann gings mit starken Winden aus Backbord Richtung Elburg.

Wir landeten im Hafen der Gemeeente Elburg. Der Hafen ist sehr schön angelegt, zweckmässig eingerichtet mit sehr sauberen sanitarischen Anlagen ausgerüstet. Einzig der Buchungsautomat akzeptiert offenbar keine ausländischen Karten.

Der aufmerksame Hafenmeister machte uns dann später seine Aufwartung und wir konnten die Hafengebühr bar bezahlen.

Kampen - ElburgDann lud uns Ramona auf 17:00 Uhr zum Apéro auf ihrem Schiff ein. Vorher besuchten wir den Ort Elburg. Die Fahrt war relativ kühl gewesen mit sehr viel Wind. Der Wind beherrschte die Szene immer noch, aber nach dem Stadttor war er nicht mehr spürbar.

Nach dem schönen Apéro mit Apéritiv und vielen interessanten Stories machten wir noch eine Schiffsbesichtigung. Wir konnten die tollen Schiffe von Beat und Monika und diejenige von Ernst und Ramona bewundern. Im Gegenzug zeigten wir unsere beiden Schiffe. Sie waren überrascht, wie viel Platz wir trotz der im Vergleich viel kleineren Aussenmasse doch zur Verfügung haben.

Dann gab’s ein Nachtessen mit Bratwürsten, Gnocchi und gedämpftem Gemüse.

Kampen – (Urk) – Kampen

 

Der Titel verrät schon, dass heute eine Reise von Kampen nach Urk angesagt war, aber manchmal kommt es anders als geplant.

Zuerst hatte ich in die Vorspring eingedampft, war rückwärts gefahren und hatte gewendet, damit ich vorwärts in die Ijssel einfahren konnte. Es ging alles gut, Robert folgte und wir fuhren die Ijssel hinunter, bis …

… sich plötzlich der Motor meldete mit einem Warnton und oranger Warnlampe. Den Ton kennen wir bereits und müssen nicht mehr lange in einem Handbuch nachschlagen: Der Motor überhitzte, weil er zuwenig gekühlt wurde.

In dieser Situation gilt es, den Motor möglichst rasch abzustellen, um dann nach den Ursachen suchen zu können. In der Nähe war die Einfahrt zu einem Industriehafen und wir steuerten diesen direkt an, wo wir an Pollern neben einem Recycling-Werk festmachen konnten.

Kampen - (Urk) - KampenDann setzten wir die rote Fahne. Das bedeutet in der Binnenschifffahrt ein Schiff in Not.

Dann ging es an die Fehleranalyse. Es gibt mehrere Gründe für einen überhitzten Motor:

Die Ansaugleitung für die Wasserkühlung ist verstopft oder der Impeller, der verantwortlich ist, dass Wasser angesogen wird, ist defekt.

Zuerst prüfte ich den Wasserfilter und das Steigrohr, ob das eventuell verstopft sei. Das war nicht der Fall. Dann konnte es aus unserer Sicht nur der Impeller sein.

Kampen - (Urk) - KampenDen Impeller zu ersetzen gestaltet sich in der Taranaki schwierig, weil der Platz zwischen Motor und Frontwand sehr kurz ist. Uns fehlte dazu passendes Werkzeug, weshalb ich beschloss, einen Volvo-Penta-Vertreter hinzuziehen. In Zwart-Sluis, ca. 16 km entfernt, gibt es eine Vertretung und dort rief ich an.

Die Vertretung sagte mir, zurzeit seien alle Mechaniker unterwegs, er werde mich aber vor dem Mittag zurückrufen und berichten, wie es weitergeht. Tatsächlich meldete sich um halb zwölf die Vertretung und versprach, uns einen Mechaniker zu schicken. Ich solle die Motordaten und den Standort übermitteln. Ich sandte dem Mechaniker auf sein Smartphone mit den gewünschten Daten.

Kampen - (Urk) - KampenNach ca. einer Stunde meldete sich der Mechaniker per Telefon, weil er uns nicht finden konnte. Er fragte, ob ich einen roten Mercedes-Kastenwagen sehen würde. Das konnte ich bestätigen und so fanden wir uns. Wie du am Schiff von Robert sehen kannst, waren wir „gut versteckt“.

Kampen - (Urk) - KampenDer Mechaniker öffnete den Behälter, wo der Impeller wirkt, und zog einen Impeller heraus, dem man seine ursprüngliche Form nicht mehr ansah. Die geschredderten Teile hatten sich im Schlauch vor dem zweiten Filter angesammelt, was ein grosses Glück darstellt. So konnten die einzelnen Teile aus dem Schlauch herausgespült werden. Die Filter wurden gereinigt und wieder eingesetzt.

Kampen - (Urk) - KampenEin intakter Impeller sieht aus wie auf dem beiliegenden Bild.

Nach dem Einbau des neuen Impellers wurde die Maschine gestartet. Ich prüfte, ob der Auspuff wieder Wasser liefert und ob die Motortemparatur sich im normalen Bereich bewegte. Das war der Fall, so dass wir wieder fahrbereit waren.

Der Mechaniker stellte zudem fest, dass die Wasserpumpe für die Wasserkühlung des Motors leicht leckt (tropfenweise). Das ist kurzfristig kein Problem, mittelfristig will ich aber das gelöst haben. Deshalb habe ich beim Vertreter eine Ersatzpumpe bestellt. Sobald die eintrifft werden wir dort die Werkstatt anfahren, um die Pumpe zu ersetzen.

Das ändert mittelfristig etwas unsere Reisepläne, ist aber an und für sich kein Problem.

Nachdem ich die Rechnung bezahlt hatte, konnten wir wieder starten. Es war Nachmittag nach drei Uhr und deshalb beschlossen wir, nochmals den Oude Buitenhaven in Kampen anzufahren.

Kampen - (Urk) - KampenDer Hafen war schon gut besetzt mit insgesamt sechs Schweizer Schiffen. Robert legte seine Highlander an unsere Taranaki, weil der verbliebene Platz am Längssteg für ihn nicht mehr ausgereicht hätte.

Im Hafengelände trafen wir Beat und Monika Ineichen sowie Ernst und Ramona. Gemeinsam gingen wir in ein argentisches Restaurant, wo wir wirklich ein feines Nachtessen geniessen konnten.

Wir werden wegen starkem Wind morgen nicht nach Ketelhaven fahren, sondern südlich von Kampen die neue Verbindung Richtung Elburg benutzen.