Gestern hatten wir den Aufenthalt in Dordrecht verlängert, weil schönes Wetter angesagt war und uns Dordrecht so gut gefällt. Zudem ist der Hafen sehr schön gelegen und bietet eine tolle Infrastruktur.

Die Mühlen von Kinderdijk gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in den Niederlanden. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von 19 Windpumpen, die dazu dienen, das anfallende Wasser aus den Poldern abzupumpen, um so den Boden landwirtschaftlich nutzbar zu machen. Die Mühlen pumpen das Wasser in den Nieuwen Waterschap, welcher in den Fluss Lek fließt. Sie wurden im 18. Jahrhundert erbaut, nachdem sich die älteren Kanalsysteme als wenig effektiv erwiesen.
Am Abend als wir uns zum Essen aufmachten, begann es wieder zu regnen. Doris lud uns ins Café Restaurant Jongepier ein, von wo aus wir den ganzen Schiffverkehr auf der Beneden Merwede, der Noord und der Oude Maas beobachten konnten. Es gab feine Muscheln, einen schönen Rosé und Dame Blanche zum Dessert.

Kurz bevor wir in die Nieuwe Maas einbogen, mussten wir Gas zurücknehmen, weil noch Frachtschiffe in die Lek weiterfuhren. Dann konnten wir Steuerbord ans Ufer wechseln. Erstaunlicherweise kam unsere Taranaki kaum vorwärts. Von wegen abfliessendem Wasser: Das Gegenteil war der Fall. Die Flut ist vergleichbar wie mit dem abwärts fliessenden Rhein.


Hier ein paar Eindrücke unserer Fahrt durch Rotterdam.


Wir fuhren nun über die Schie Richtung Delft. Unterwegs gab es ein paar Brücken, die wir zum grössten Teil mit abgelegtem Mast durchfahren konnten. Einige mussten geöffnet werden, was jeweils nach Funkkontakt auch prompt geschah.

Der Hafen ist nicht sehr gross, wir erreichten ihn aber noch rechtzeitig, dass wir einen freien Anlegeplatz fanden. Der Hafen ist mit der App aanuit.net erschlossen, was das Anmelden und Freischalten für Elektrizität sehr erleichtert. Die sanitären Anlagen befinden sich im Untergeschoss des Restaurants Bacinol 2. Sie sind sehr sauber und zweckmässig.
Da eine der Brücken, die auf unserem Weg nach Katwijk zu durchfahren sind, wegen Reparaturarbeiten bis am 11. August gesperrt sind, bleiben wir die nächsten Tage hier und unternehmen Ausflüge von hier aus. Unter anderem wollen wir in Rotterdam eine grosse Hafenrundfahrt machen und das maritime Schiffsfahrtmuseum besuchen.








