
Es war wenig Verkehr unterwegs und so dachten wir, dass wir vor den Schleusen doch ziemlich warten müssten. Dem war dann aber nicht so.
Dank dem Kartenplotter konnte ich vor der Ecluse d`Andenne Seilles prüfen, ob ein Cargo ebenfalls bergwärts zieht. Und siehe da, es gab einen, die immer näher kam. Ich erhöhte ein wenig die Geschwindigkeit, so dass wir sicher mit dem Cargo zusammen schleusen könnten. Die Rechnung ging auf, der Cargo fuhr ein und ich folgte ihm, wie mit dem Schleusenwärter vereinbart. Zwar war noch ein weiterer Cargo unterwegs, dem beschied der Schleusenwärter über Funk, dass er noch zu weit weg sei.
Wir legten in der Schleuse an. Plötzlich pfiff der Schleusenwärter und verlangte, dass wir weiter nach vorne fahren. Tatsächlich kam der zweite leere Cargo angebraust und machte hinter uns fest. Ein Freizeitboot schaffte es ebenfalls noch rechtzeitig in die Schleuse, so dass sich das bergwärts Schleusen lohnte.
Die Schleusenkammer war folgendermassen belegt: Vorne backbord lagen wir, steuerbord der erste Cargo in der zweiten Reihe lag backbord der zweite Cargo und steuerbord das Freizeitschiff.
Bei der Ausfahrt fuhr der erste Cargo los und der zweite überholte uns in der Schleuse. Du kannst dir denken, was da punkto Strömungen in der Schleuse los war. Wir hatten unsere Taranaki aber jederzeit unter Kontrolle, obschon wir jeweils nur an einem Poller festmachen können. Sicherheitshalber liess ich den Motor laufen, damit ich den Schleusenvorgang nötigenfalls unterstützen konnte.



Richtig, wir nähern uns der Écluse des Grands Malades.

Wir funkten dem Schleusenwärter und der gab an, dass er demnächst schleusen werde. Auch hier kam uns ein Cargo, die unter belgischer Flagge fahrende Henosa zu Hilfe. Wir warteten deren Einfahrt in die Schleuse ab und bemerten ein Wohnschiff, das noch während der Fahrt am Cargo festmachte.

Auch hier kam noch ein zum Freizeitschiff umgebautes Frachtschiff hinterher und machte nach uns fest.
Der Fahrer des Hausbootes erzählte, er werde direkt weiterfahren und wünschte uns noch schöne Ferien.

Sie ist ziemlich eng und der Frachtbetrieb doch noch erheblich, was sich an den kreuzenden Frachtern zeigt. Wir fuhren durch die im Hintergrund ersichtliche Bogenbrücke, die uns zwang, den Masten abzulegen, wollten wir ihn und die Taranaki unbeschadet zum Hafen bringen.



Wir machten an der Kade gegenüber dem eigentlichen Hafen fest. Damit der links der Taranki liegende zum Freizeitschiff umgebaute Frachter Platz fand, setzte ich mit der Taranaki so weit zurück, damit das möglich wurde. Trotzdem musste ich an mindestens zwei Pollern festmachen können, was schliesslich auch gelang.

