Heute sollte uns die letzte Etappe wieder in den Hafen vom Comfortparc in Wessem führen. Dabei hatten wir drei Schleusen zu überwinden, wobei es bei allen drei talwärts ging.

Das Schleusentor im Oberwasser ist ein Schiebetor und wird an Drahtseilen hängend weggezogen, wenn die Schleuse das Wasserniveau des Albert-Kanals erreicht hat. Die rot-grüne Ampel zeigt uns, dass die Schleuse zum talwärts Schleusen vorbereitet wird.

Wir wurden vom Schleusenwärter in die Schleusenkammer 3 eingewiesen, zusammen mit zwei Segelbooten. Nach dem Einfahren wurde die Schleuse geschlossen, dann aber für eine vierte Jacht nochmals geöffnet. Das ist wichtig und sinnvoll, weil möglichst wenig Wasser abgelassen werden soll.




In der Bornschleuse wurden wir zuerst in Schleusenkammer auf Steuerbord zugewiesen. Als der entsprechende Cargo einfuhr, meldete sich der Schleusenwärter nochmals und wies uns an, die Backbordschleuse zu benutzen sowie ganz nach vorne zu fahren, weil noch ein Cargo folge.
Das machten wir und warteten die Einfahrt des Cargos ab. Sobald sich unten die Schleusentore öffneten, machte ich Platz, damit der Berufsschiffer seine Fahrt ohne Verzögerungen fortsetzen konnte. Das letzte Stück des Julianakanals geht mehr oder weniger geradewegs weiter. Der Cargoschiffer von vorhin war bereits in die Schleuse eingefahren und bereit zum talwärts schleusen, als der Schleusenwärter von Maasbracht ihn fragte, ob er bereit sei auf uns zu warten, damit wir mit ihm schleusen konnten. Er war es und so durften wir ohne Verzögerung die Maasbracht-Schleuse passieren.
Kurz nachher erreichten wir unseren Stammplatz im Comfortpark. Die Sonne schien und es wurde richtig heiss. Gegen Abend wechselte das Wetter wieder auf Regen und scheinbar soll das die nächste Woche so weitergehen. Hoffen wir, dass sich die Meteorologen zu unseren Gunsten täuschen.
1 Talwärts bedeutet von der Quelle zur Mündung ins Meer. Der dabei überwundene Höhenunterschied ist unerheblich. Bei der Anmeldung beim Schleusenwärter weiss der durch die Begriffe „talwärts“ resp. „bergwärts“, ob sich das zu schleusende Schiff oberhalb oder unterhalb der Schleuse befindet.
