In Liège zeigte sich wieder ein Prachtswetter. Um neun Uhr haben wir, die Linna und die Taranaki, abgelegt und sind gegen Huy aufgebrochen. Beim Ablegen machte Brigitte noch ein Foto vom Heck. Ein Rheinschiff-Kapitän hat mir mal gezeigt, wie das geht, damit das Heck schön am Steg anliegt.
Unterwegs fuhren wir an den bekannten Industriezeugen vorbei, die vor lauter Rost wohl bald nicht mehr zu sehen sein werden.
Bald einmal begegneten wir der River Drone 2, ein Schiff, das vollgepackt mit Radar, Kameras und Sensoren von einer Zentrale aus ferngesteuert wird. In Belgien ist bereits seit ein paar Jahren erlaubt. Auf dem Schiff fährt niemand mehr mit.
Beim Schleusen hatten wir Glück, so dass wir schon bald Huy erreichten. Im Vordergrund sehen wir die Kathedrale und im Hintergrund auf dem Hügel das Fort von Huy. Es ist ein Mahnmal für nie vergessene Trauer und Zeugnis grosser Unmenschlichkeit.
Bald darauf bogen wir in den Hafen des Königlichen Yachtclubs ein. Im Carré machten wir fest.
Zu Fuss ging es dann zur Kabinenbahn, die seit etwa zwei Jahren wieder in Betrieb genommen wurde und fuhren hoch über das Fort bis zu Sarte. Wir wollten unbedingt die „Mauer von Huy“ nach unten spazieren. Die Steigungen sind beträchtlich und die Velorennfahrer kämpfen sich dort hoch, als ginge es eine normale Strasse hoch.
Im Restaurant des Yachtclubs haben wir fein dinniert und wurden von einem schönen Rosé unterstützt. Der Wirt meinte, er hätte auch Magnum-Flaschen.
