
Das Naturschutzgebiet ist sehr eindrucksvoll, was die folgenden Bilder belegen.

Kurz nachher wurden wir verregnet, was der Wetterbericht so angekündet hatte. Wir waren mit Regenschutz gewappnet. Diese schützten den Oberkörper, unten wurden wir bald klatschnass. Es war aber ziemlich warm und deshalb überhaupt kein Problem.



Heute fuhren wir gegen neun Uhr los. Wir wollten endlich einmal die Vecht bis in die Nähe von Utrecht befahren. In der Vergangenheit war das wegen defekten Brücken nicht möglich, doch heute standen die Zeichen gut.
Auf der Tour kamen wir namentlich in der Nähe von Breukelen an vielen schönen Herrschaftshäusern und -gütern vorbei.



Kurz nach Breukelen fuhren wir am Kasteel Nijenrode vorbei. Der Name Nijenrode bedeutet neu gerodetes Gelände . Um 1275 ließ Gerard Splinter van Ruwiel hier die erste Burg errichten. Sein Familienwappen bestand aus einem goldenen Feld und einem roten Balken, und diese Farben zieren noch heute die Fensterläden des Anwesens. Nach der Zerstörung der Burg in den Jahren 1481 und 1511 wurde die Ruine 1536 an Johan van den Bongard, Erbkämmerer von Gulik und Beamter von Grave, geerbt. Nach ihm ging es an seinen Sohn Bernard I. van den Bongard, dessen Sohn Bernard II. van den Bongard das Schloss zwischen 1632 und 1642 im Stil der niederländischen Renaissance umbaute. Nachdem es im Katastrophenjahr 1672 von den Franzosen besetzt und von ihrem Kommandanten La Fosse mehrere Monate lang als Hauptquartier genutzt wurde, wurde es 1673 von Truppen unter dem Kommando von Frans de Montmorency, Herzog von Luxemburg, in Brand gesteckt.

Die Burg ist von Wasser umgeben und über zwei Zugbrücken erreichbar.
Dann näherten wir uns der Passage zum Amsterdam Rijn Kanaal. Es handelt sich um die Vechtsluis in Maarssen. Dort kam mir ein Sportboot aus der Utrechtsche Vecht entgegen, so dass ich nicht von der Flussmitte aus in die normalerweise offene Schleuse einfahren konnte. Überraschender Weise kam dort zudem ein Schweizer Schiff, die Matador, aus dem Amsterdam Rijn Kanaal herausgefahren, so dass ich die Taranaki aufstoppen musste. Wir konnten uns noch zurufen, eine gute Reise wünschen und stellten fest, dass es sich um ein frankophones Ehepaar handelte.
Die Durchfahrt ist ziemlich eng und wellig. Ich hatte auf dem Kartenplotter die Frachtschiffe in der Nähe gecheckt und festgestellt, dass die Einfahrt in den Amsterdem Rijn Kanaal günstig war. Dann fuhren wir den Kanaal bis zur Zuidersluis hinunter, um über die Schleuse in den Merwedekanaal zu gelangen. Mit uns in der Schleuse war ein kleines Sportboot und ein grösseres von LeBoat. Der Schleusenwart instruierte diese Crew noch über korrektes Schleusen.
Schliesslich landeten wir wieder einmal im Passantenhaven Nieuwegein / Plettenburg. Dort wies uns der Hafenmeister an, rückwärts in die zugewiesene Box zu fahren. Das ist bei den engen Platzverhältnissen und ohne Heckstrahlruder gar nicht so einfach. Es klappte aber gut und der Hafenmeister half das Schiff festmachen.
Auch hier wollen wir wieder ein paar Tage verweilen.






