An den Vortagen hatten Arbeiter die Uferböschungen gemäht. Das Gras landete zum grossen Teil im Wasser und hinterliessen bei unserer Ankunft eine unappetitliche Brühe. Bei der Abfahrt war praktisch nichts mehr zu sehen. Vorbeifahrende Frachter haben das Gras durch Sog wieder aus dem Hafen entfernt.

Wir fuhren um neun Uhr los. Der Motor der Taranaki tuckerte wieder wie zu seinen besten Zeiten. Auf der Seine war wenig los, einige wenige Frachter und ein Flusskreuzfahrtschiff kam uns entgegen.

Bald erreichten wir die Mündung der Oise, die in die Seine mündet und den Fluss noch breiter macht. Von da her sind wir gekommen und nach Paris zu Berg gefahren. Wir werden wieder hier einmünden, wenn wir von Rouen zurück kommen.

Die Seine ist ein sehr schöner Fluss und bietet viel Natur. Das Wasser ist sehr sauber (ich habe noch nie so wenig Pflanzenreste im Filter gehabt). Einzig die Marne bringe noch viel Abfall. Entlang der Marne und der Seine sind Auffänger bereitgestellt, mit denen ein wesentlicher Teil des Abfalls und insbesondere Plastiks aufgefangen werden kann. Wir schätzen das sehr, auch in den Häfen wird heute sortiert entsorgt.

Dann gibt es auch solche Bilder von einst stolzen Frachtern, die eine Zeitlang als Wohnschiffe dienten, bis sie eines Tages verlassen und vergessen wurden.

Es gibt aber auch Beispiele von Wohnschiffen, die vom künstlerischen Flair ihrer Besitzer zeugen.

Auch in der Seine wird gebaut. Hier ein Beispiel einer Brücke, die den Anforderungen nicht mehr gerecht abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird.

Die Seine bietet auch schöne Aussicht für tolle Liegenschaften, die wir am Ufer immer wieder entdecken.

Die Breite der Seine erlaubt auch das Segeln, Windsurfen oder Wassersport in vielfältiger Form.

Schliesslich erreichten wir den Hafen Ilon. Die Einfahrt war nicht so einfach zu finden, dank Kartenplotter haben wir rechtzeitig erkennen können, dass ein Schuber mit zwei Leichtern herausfuhr und an einem Anleger festmachte. Wir konnten ihn darauf überholen und fanden die Einfahrt dann problemlos.

Der Hafen liegt an einem schönen See. Wir kühlten uns kurz von der Badeplattform aus ab. Der Hafenmeister sagte der Brigitta erst am nächsten Tag, dass das verboten sei.