Creil war ein Halt, den wir usprünglich gar nicht eingeplant hatten. Wegen der Hitze und in Anbetracht, dass geplante Anleger teilweise in schlechtem Zustand waren, haben wir unsere Törnabschnitte jeweils flexibel angepasst.
Von Creil aus fuhren wir am Morgen los Richtung Compiègne. Unterwegs kamen uns wieder Sportboote entgegen. Aber nicht nur: Unterwegs wartete ein Katamaran und schloss sich unserer Reise an. Wir fuhren schneller und erreichten die Schleuse, deren Ampeln grün freie Einfahrt markierten. Ich sah, dass in absehbarer Distanz ein Frachter folgen würde. Meine Rückfrage bei der Schleusenwärterin bestätigte, dass wir ganz vorne festmachen sollten. Das machten wir.
Inzwischen war der Katamaran auch eingetroffen, der aber ungeachtet des sich nähernden Frachters viel zu weit hinten in der Schleuse fierte. Die Schleusenwärterin versuchte erfolglos, den Katamaran zu erreichen und ihn nach vorne zu bewegen. Schliesslich nützte der Pfiff von André und die Winkzeichen, dass der Frachter doch noch genügend Platz vorfand.
Nach der Schleuse machten André und ich im Oberwasser Platz, so dass der Frachter seine Fahrt ungestört fortsetzen konnte. Nicht so der Katamaran: Er zwängte sich zwischen der Linna und der Taranaki durch, obschon dazu eigentlich zu wenig Platz war. Ich wich aus, sonst hätte es einen Zusammenstoss gegeben. Weiter vorne bei der Brücke schnitt er André den Weg ab, obschon genügend Platz für beide Schiffe vorhanden gewesen wäre.
Rüppel gibt’s eben auch auf dem Wasser.
In Compiègne machten wir wiederum an der Kade fest. André hatte vorher noch Diesel gebunkert, den Shop erkundet und für gut befunden.
Wir machten einen kleinen Spaziergang und erstanden uns eine neue Teppichmatte für den Eingang unserer Taranaki.
Wir gingen ins Restaurant „Bistrot du Terroir“, das von vielen Einheimischen besucht wird. Wir sind früh essen gegangen, weshalb wir noch ohne Reservation Platz fanden. Es war sehr gut und wir können das Restaurant bestens empfehlen. Zudem ist das Restaurant klimatisiert, was wir wegen der Hitze sehr zu schätzen wussten.
Das Personal ist teilweise beeinträchtigt, weshalb die Gäste Nachsicht walten lassen sollten.

