Le Chesne liegt am Scheitelkanal, was bedeutet, dass die kommenden Schleusen talwärts führen. Wir starteten gestern kurz nach neun Uhr und fuhren zur ersten Schleuse. Bereits unterwegs beobachteten wir ziemlich viel Grünzeug und noch mehr kurze Schilfrohrstengel. Die anstehende Schleusentreppe ist so organisiert, dass mit der Auslösung der ersten Schleuse eine grüne Welle ansteht. Sobald die Schleusentore durch eine Stange ausgelöst schliessen, wird die nächste Schleuse vorbereitet. In aller Regel ist die nächste zur Einfahrt bereit, wenn sie erreicht wird. Manchmal sieht man drei Schleusen in kurzen Abständen auf einmal.
Das Wetter war prächtig, es wurde sogar ziemlich warm. Die Gegend ist einzigartig, obschon dafür zwischen den 29 Schleusen, die wir befuhren, wenig Zeit blieb.
Dann regte André an, in Anbetracht des vielen Grünzeugs und der erwähnten Schilfrohrstengel nach dem Filter zu sehen. Gesagt getan: Der Filter und das Seewasser führende Rohr waren vollständig verstopft durch diese Stengel. Ich reinigte den Filter und befreite das Rohr, indem ich mit einem metallenen Doppelmeter die Verstopfung nach unten stiess.
Diesen Vorgang wiederholte ich noch einmal. Ein VNF-Mitarbeiter bemerkte, das wir nicht mehr schleusten und kam nachschauen, woran das liegt. Brigitte erklärte ihm, dass die pflanzlichen Reste, die sich im vorderen Schleusenbereich ansammeln, unseren Filter ziemlich strapazieren. Er holte darauf einen Rechen und fischte die Pflanzen aus dem Wasser. Auch die kommenden Schleusen befreite er von diesem für unsere Filter nicht zuträglichen Resten.
In Attigny erreichten um 16:25 Uhr und machten am Anleger fest. Der verfügt sogar über einen Wasserhahnen zum Wasserbezug. Er liegt im Ardennenkanal, der parallel zur Aisne verläuft. Es ist sehr ruhig, ausser den zwitschernden Vögeln hörte man nichts. Idyllisch!
Nach dem Ankerbier auf der Linna spazierten wir zum Restaurant de l’Ecluse. Dort hatten wir beim Schleusen für eine Attraktion gesorgt, so viele Zuschauer hatten wir beim Schleusen noch nie. Das Essen war übrigens sehr gut und wir können das Restaurant nur empfehlen.

