Heute morgen zeigte sich der Himmel freundlicher. Wir konnten wegen einer defekten Stromzufuhr keinen Landstrom beziehen. Deshalb spazierten wir am Morgen ins nahe gelegene Café, wo wir am Vorabend Baguettes und Croissants bestellt hatten. Der Kaffee mundete und wir freuten uns an den Gipfeli.

Wir tankten 140.03 Liter Diesel zu € 2.35. Wir fuhren los durch eine wunderschöne  Landschaft. Es war ruhig, uns begegnete kein einziges Schiff.

Als wir in die Schleuse vor dem Tunnel einbiegen wollten, zeigten die Signale Doppel-Rot. Das würde bedeuten, dass die Schleuse auf unbestimmte Zeit nicht bedient würde. Brigitte telefonierte auf die Nummer, die in Waterkaarten angegeben war. Der Sachbearbeiter versprach, einen Mitarbeiter zu schicken, der die Schleuse wieder in Betrieb setzen soll. Das dauerte etwa eine halbe Stunde. Es war nur ein kurzer Einsatz, dann funktionierte die Schleuse.

Nach dem kurzen Tunnel konnten wir ein Weile wieder die Landschaft geniessen. Bei der nächsten Schleuse ein bekanntes Bild: Doppel-Rot. Wieder Telefon, erneut ein Mitarbeiter vom VNF und nach einem kurzen Einsatz konnten wir auch in die Schleuse einfahren. Der Grund für die Aussetzer sei der hohe Wasserstand. Die nächsten Schleusen sollten funktionieren, sonst sei er ganz in der Nähe. Tatsächlich funktionierten diese dann problemlos.

Die Brücken sind generell mit einer Durchfahrtshöhe von 3.50 m angegeben. Die Taranaki benötigt 3.40 m und die Linna 3.45 m. Gerade bei der zweiten Schleuse, wo wir ebenfalls warten mussten, war die Brücke für die Linna ungemütlich tief: Am Schluss reichten 1 bis 2 cm, damit die Linna schadlos durchfahren konnte.

Auch bei Brücken waren die Nerven etwas angespannt. Es reichte aber überall.

Sehr erfreulich: Am Ardennenkanal wurden diverse Ausbesserungen vorgenommen. Zudem wurden Bäume gefällt, die zu nahe am Wasser die Fahrt behinderten oder den Damm zerstörten.

Kurz nach drei Uhr erreichten wir unser Etappenziel in Le Chesne (die Franzosen sprechen es „Lö Scheen“ aus, das s wird weggelassen). Wie in Waterkaarten angemerkt befinden sich nahe der Kirche zwei Buchten. Sowohl die Linna, wie auch die Taranaki konnten in einer festmachen. In beiden sind Elektrizität und Wasser verfügbar. Für den Wasserbezug braucht es aber einen speziellen Adapter.