Einträchtig liegen sie am Steg, die Linna von André Keller und Brigitta Gwerder und unsere Taranaki. Das Bild wurde in Dinant gemacht, am Abend vor der Abfahrt nach Frankreich. Der Ruhetag in Dinant wurde genutzt, um unter anderem die Vignetten für den Frankreicht-Törn zu kaufen. Das klappte auf Anhieb und bereits heute konnten wir die Vignetten nutzen.

Der Morgen begann neblig und feucht, die Fenster hatten sich entsprechend beschlagen. Aufgrund der blauen Flecken am Himmel hätte man schönes Wetter erwarten können, aber der Wetterbericht kündigte etwas anderes an. Und richtig: Schon bald setzte Regen ein und begleitete uns mehr oder weniger den ganzen Tag.

Ausgangs Dinant kamen wir am markanten Rocher Bayard vorbei. Bereits kurz nach dem Ablegen erreichten wir die erste Schleuse.

Auch auf der Meuse gibt es schöne Schiffe, wie das Beispiel zeigt.

Aber auch Schlösser und Burgen sind im Maastal anzutreffen, wie etwa das Schloss Freÿr. Die Hochburg der Renaissance mit dreihundertjährigen Orangenbäumen sind ein Kleinod des Weltkulturerbes der Wallonie und für jeden Gartenliebhaber ein absolutes Muss.

Das Bauwerk, das auf den Ruinen einer ehemaligen, 1554 zerstörten Festung errichtet ist, war zuerst ein Herrensitz im Renaissancestil, bevor es im 17. und 18. Jahrhundert erweitert und umgestaltet wurde.

Diese ehemalige Sommerresidenz der Herzöge von Beaufort-Spontin besitzt ein kultiviertes und multikulturelles Interieur. Ihre harmonischen Salons wurden von den zahlreichen Generationen, die diese Räumlichkeiten bewohnten, möbliert und ausgeschmückt.

Die Gärten von Freÿr, die durch die Arbeit des Gärtners Le Nôtre beeinflusst wurden, der namentlich in Versailles gewirkt hat, werden Sie mit ihrer Schönheit und ihrer perfekten Anordnung wie auch mit ihren herrlichen, 300 Jahre alten Orangenbäumen in Staunen versetzen.

Die Maas mäandert hier sehr schön und windet sich durch das Gebirge. Es gibt aber nicht nur Sportboote oder Bateaux de Plaisance, wie sie hier genannt werden, sondern auch kommerzielle Frachter, die die Gewässer benutzen.

Schliesslich passierten wir den Tunnel Van-Ham-sur-Meuse. Aufgrund des Tunnelprofils verzichteten wir darauf, auf Hinterdeck die Bimini abzubauen. Da die Linna 80 cm breiter ist als unsere Taranaki und damit die Bimini am Tunneldach schrammen könnte, bauten André und Brigitta den Hinterteil der Linna ab. Den Tunnel konnten wir dann problemlos durchfahren.

Ursprünglich wollten wir in Vireux-Wallerand anlegen, was wir auch machten. Am Anleger waren zwei Handwerker am Überprüfen der elektrischen Anschlüsse. Gemäss Unterlagen sollten wir über Duschen, Waschmaschine und schöne Toiletten verfügen, das rühmten auch diverse Besucher vor uns.

Nur: Wir waren eindeutig zu früh. Oder die Mairie beschloss, die entsprechenden Einrichtungen dauerhaft zu schliessen (wohl auch wegen schlechter Erfahrungen).

Wir lösten deshalb erneut die Leinen und fuhren weiter bis nach Haybes. Brigitte erkundigte sich telefonisch, ob wir dort anlegen können. Wir fanden dort einen tollen Anlegesteg. Wir konnten gratis anlegen und dazu noch Elektrizität beziehen. Damit das klappte, kamen extra zwei Gemeindearbeiter vorbei, um uns die Leitungen freizuschalten. Die Toiletten der Mairie konnten wir auch benutzen.

Nach einem feinen Raclette, das wir auf der Linna mit André und Brigitta genossen, zu dem Adrian im Dorf noch einen feinen Weisswei eingekauft hatte, liessen wir den Tag gemütlich ausklingen. In der nahegelegenen Brasserie fanden wir noch geeignete Wässerchen, die nicht nur den Gaumen erfreuten.