Wir starteten bei feuchten Verhältnissen. Das Wetter brachte viel Regen und wir konnten an den Ufern sehen, dass die Verantwortlichen der Wehre sicherheitshalber den Pegel der Maas um etwa 20 cm gesenkt hatten.

Wir kamen zügig voran und nach mehreren Schleusen erreichten wir Lumes. Dort hatte es bereits zwei Schiffe. Der Steg machte aber einen eher traurigen Eindruck. Engegen der uns angekündeten Strom- und Wasserversorgung war davon nichts vorhanden.

Hier verabschiedete sich Adrian, der mit seinem Fahrrad Richtung Sedan weiterreisen wollte.

Wir beschlossen, Pont-à-Bar anzulaufen. Brigitte erkundigte sich bei der Servicestelle, ob wir Platz hätten. Dort befindet sich eine Vermietung von Sportbooten und normalerweise findet man dort kaum Platz. Die Verantwortliche meinte, sie hätte keinen Platz, werde aber den Kollegen der Vermietung fragen, ob wir dort anlegen könnten. Sie rief dann zwar nicht zurück, wir  fuhren aber mal los.

Unterwegs konnte ich vier verschiedene Eisvögel beobachten. Der schillernde Rücken ist jedesmal ein besonderer Anblick, wenn man diese prächtigen Vögel sieht.

Schliesslich erreichten wir die Abzweigung zum Ardennenkanal, der mit einer Schleuse beginnt. Bald darauf kommt die zweite Schleuse. Die Waterkaarten App hatte dort bei der Brücke unmittelbar vor der Schleuse eine Durchfahrtshöhe von 3.30 m angegeben. Das hätte bedeutet, dass wir die Bimini ziemlich abbauen müssen. Auch André und Brigitta hätte ihre  herunternehmen müssen.

Das Signal zur Einfahrt befindet sich vor der Kurve. Ich löste deshalb die Schleusenöffnung noch nicht aus und schaute mir das Ganze von Nahem an. Mein Augenmass sagte mir, dass die Durchfahrtshöhe mindestens 3.50 betragen muss und ich funkte André, er könne die Schleusenöffnung auslösen.

Und richtig: Wir konnten problemlos unter der Brücke durchfahren.

Die Hafenmeisterin meldete sich bei uns und wir durften an den Liegeplätzen bleiben, an denen wir angelegt hatten. Sie wies uns darauf hin, dass der Pegel zum heutigen Stand in der Nacht bis 10 cm sinken könnte. Unser Ufer sei deshalb problematisch, wenn man sich nicht vorsehe. Wir befestigten deshalb die Tropfenfender ausnahmsweise an der Seite und sorgten damit für die nötige Distanz zum Ufer.

Morgen wollen wir hier noch tanken, bevor es dann weitergeht.