Heute starteten wir wieder früh, um die Morgenfrische (oder mindestens das, was man im Tagesvergleich so benennen könnte) auszunutzen.
Auch die Hausboot-Eigner wissen, wo sie die Schiffe platzieren müssen, um möglichst lange von kühlen Temparaturen profitieren zu können.
Bald kamen wir zur ersten Schleuse, die von nun an mit Senktoren ausgerüstet sind. Es geht wieder zu Berg, und das nicht zu knapp. Die Fallhöhen betragen bei
- Ecluse No. 19 de Pont l’Evêque: 5.70 m
- Ecluse No. 18 de Noyon: 5.75 m
- Ecluse No. 17 de Sermaize Haudival: 5.80 m
- Ecluse No. 16 de Campagne: 5.75 m
- Ecluse No. 15 de Languevoisin: 6.10 m
- Ecluse No. 14 de Epenancourt: 3.90 m
- Ecluse No. 13 de Péronne: 3.90
Das macht eine Höhendifferenz von total 36.90 Meter an einem Tag.
Unterwegs gab es einen ersten Tunnel: Tunnel de Libermont. Er war nicht sehr lang und wir konnten nur kurz die kühle Luft geniessen.
Unterwegs sahen wir, was der gestrige Gewittersturm angerichtet hatte. Auf mehreren Kilometern waren Bäume umgefallen, Äste abgerissen. Viel davon schwamm im Kanal, weshalb wir aufpassten, dass diese Überbleibsel nicht im Filter landeten.
Vor einer Schleuse mussten wir vier Frachter passieren lassen (zwei nach unten und zwei nach oben). Da diese nicht unmittelbar vor den Schleusentoren warteten, mussten wir uns an dafür an ihrer Stelle gedulden.
Dem Treidelweg entlang hatten Arbeiter das Gras gemäht, welches zum grossen Teil im Wasser landete. Im Wasser selber gab es keine Unterwasserpflanzen, die uns behinderten, aber dieses Gras landete im Seewasserrohr und verstopfte es periodisch. Ich musste etwa vier mal den Filter putzen und zweimal das Seewasserrohr von Propfen befreien.
Schliesslich landeten wir in Péronne und machten an der Kade fest. Den mächtigen Poller ergänzten wir mit drei Nägeln. Die Frachter nahmen aber toll Rücksicht und reduzierten beim Vorbeifahren ihre Fahrtgeschwindigkeit.
In den Hafen wagten wir uns nicht, weil der gemäss Bewertungen kaum zugänglich sei und einem Schiff mit Tiefgang von einem Meter zum Verhängnis wurde. Es steckte im Schlamm fest und konnte sich selber nicht mehr befreien.

