Leider ist bereits der letzte Tag unseres Abenteuers angebrochen. Heute geht es zurück zur Basis nach Hesse. Start des letzten Tages ist das Schiffshebewerk von Arzviller, welches 1969 in Betrieb ging, mit einer Länge von 44.55 m und einer Steigung von 41 %.
Die Hebelast beträgt 900 Tonnen und ersetzt eine Schleusenstufe von 17 Schleusen. Diese Tage waren sehr lehrreich und macht uns für weitere Fahren und für sehr viele Situationen, die auftreten können, fit.
09:00 Uhr: «Wanne» Arzviller, 7 Minuten
10:05 Uhr: Warten vor dem Tunnel
10:15 Uhr: Einfahrt in den grossen Tunnel
10:45 Uhr: Passiert, 2307 m = ½ Stunde
10:45 Uhr: Warten vor dem Tunnel
10:52 Uhr: Einfahrt in den kleinen Tunnel
11:00 Uhr: Tunnel passiert, 475 m = 8 Minuten
12:00 Uhr: Angelegt an der Basis von LeBoat
Anlegen in Hesse mit Hilfe unseres Skippers kein Problem. Noch das letzte gemeinsame Mittagessen und dann ist die schöne Zeit vorbei.
Vielen Dank an die stets ruhige und doch bestimmende Art unseres Skippers Peter, der uns damit viel beigebracht hat und auch mehr Selbstvertrauen in die Zukunft mitgibt.
Auch seiner Frau Helen vielen Dank für die gute Betreuung auf dieser Reise.
Aufstehen um 07:30 Uhr bei schönstem Wetter, Frühstück bereits bereit, da Ingo schon um 09:00 Uhr anstelle von 10:00 Uhr losfahren wollte.
Nach dem feinen und ausgiebigen Frühstück blieb nochZeit für einen kurzen Spaziergang vor der sensationellen Kulisse vor unseren Booten. Über den Hafen und demSchloss von Saverne konnten wir noch ein Gruppenfoto machen.
Um 10:00 Uhr bei Sonnenschein sind wir dann losgefahren. Die Signale der Schleuse30/31 hat uns mit allen Farben entgegen geblinkt und uns verunsichert. Anschliessend wurde das Signal dochnoch grün und wir konnten in diese imposante Schleusemit 5.43 m Höhe einfahren. Bei der Weiterfahrt haben noch weitere 10 Schleusen befahren.
Dabei hat sich gezeigt, dass die drei Tage Fahrpraxis schon einenFortschritt zeigen, aber noch mehr Routine fehlt.
Vor der Schleuse Lützelbourg sind Elisabeth, Tira (Klein Idefix) und Silvia ausgestiegen und wollten Gelati kaufen. Zur grossen Enttäuschungaller hatte es aber keine.
Nach der Weiterfahren konnten wir die alten Schleusentreppen von Arzviller besichtigen. Nach demAufstieg gab es einen gemütlichen Apéro. Danach kehrten wir zu unseren Booten zurück und sind um Rastplatz für die Nacht gefahren.
Kurz nach dem Losfahren hat sich Peter Morgenthaler über das Fahrverhalten des entgegenkommenden Ausflugsbootes aufgeregt und einsichtig (notgedrungen) den Kursgeändert.
Um 18:00 Uhr gab es ein feines Buffet mit 3 Variationen Spaghetti mit Salat. Zur Überraschung wurde von HelenSuter noch ein süsses Dessert (Éclairs) offeriert. VielenDank! Spaghetti und Wein, so soll es sein! Frühzeitig sind wir nach diesem schönen und ereignisreichen Tag in die Kojen gesunken.
Wir haben ein grosszügiges Morgenessen genossen mit Joghurt, Käse, Grapefruits, Kaffee, Tee usw.
09:00 Uhr: Alle drei Schiffe Leinen los, Weiterfahrt nach SAVERNE
Zwei Tunnel befahren: 475 m und 2.307 km lang
Arzviller Hebewerk hinuntergefahren
Schleuse Nr. 18 Richtung Lutzelbourg passiert
Nr. 19 passiert, Skipper Peter
Nr. 20 passiert, Skipper Ursula
Mittagspause und etwas futtern
Nr. 21 passiert, die folgenden Schleusen abwechslungsweise durch Mann und Frau
Nr. 22 passiert
Nr. 23 passiert
Nr. 24 passiert
Nr. 25 passiert
Nr. 26 passiert
Nr. 27 passiert
Nr. 28 passiert
Nr. 29 passiert
Nr. 30 passiert in Saverne
15:45 Uhr: Angelegt in SAVERNE, jetzt ist Erholung angesagt
Wasser aufgefüllt
18:45 Uhr Abmarsch in Städtchen Saverne für ein Abendessen
Apropos Abendessen: Zu diesem Zweck wurde die «Taverne Katz» im Zentrum von Saverne auf direktem Kurs angesteuert und das Ziel, ohne schwierige und nervenaufreibende Zusatzmanöver sicher erreicht. Nicht so, wie dies während des Tages mit unseren Booten teilweise der Fallwar. Dort waren die Fahrmanöver oftmals etwas holprigerund auch teilweise nicht so zielsicher. Aber schliesslich macht auch hier nur das Üben einen Meister.
Und im abwechslungsreichen Interieur der «Taverne Katz» liess sich dieser übungsreiche Tag mit vielen neuen Eindrücken bei feinem Essen und gutem Wein wunderbar Revue passieren lassen. Ein weiterer Schritt in Richtung Kapitäns-Patent war geschafft.
„Veilig varen met een woonboot“ Zo, het is een mooie en boeiende vaart, we hebben veel geleert. Vandaag gaan we in de sluizen naar boven. Nu moeten wij op de hoed zijn. Ik zeg maar goede vaart vooruit, en veel plezier met leren.
Geschreven in nederlands van Marijke Bstieler
„Sicheres Fahren mit einem Hausboot“ Also, es war eine schöne und faszinierende Reise, wir haben viel gelernt. Heute gehen wir in die Schleusen zu Berg. Jetzt müssen wir vorsichtiger sein. Ich sage gute Fahrt voraus, und viel Spass beim Lernen.
Nach einem ausgiebigen Morgenessen mit gekochten Eiern und Jogurt haben wir um 9:30 Uhr unsere Boote wieder in Betrieb genommen.
Der heutige Tag steht voll im Zeichen der Manöver. Jeder von uns hat die Gelegenheit, das Boot nicht nurzentral auf dem Kanal geradeaus zu steuern, sondernmehrmals an Ort und Stelle zu drehen, um so die Hilfe des Radeffektes zu spüren und für sich zu nutzen.
An- und Ablegen an allen Arten von Stegen, um so nicht nur unsere Kapitänskenntnisse zu stärken, sondern uns auch als Matrosen zu schulen. Und um der Schulung noch das Tüpfchen auf dem i zuverleihen, sind wir mehrmals schön verregnet worden. So ist auch die Regenausrüstung schon am ersten Tag auf dem Wasser eingeweiht worden.
Alle Wetterkapriolen haben uns nicht davon abgehalten, auf dem Sonnendeck das Mittagessen zu geniessen.
Das Wetter findet draussen statt!
Das Nachtessen haben wir in der Auberge du Tannheim genossen, in guter Gesellschaft einen wunderbarenAbend gehabt.
Da wir mehrsprachig unterwegs sind, noch ein paar Worte in Rätoromanisch:
Nus gudin iltemps da cumpignia e la biala cuntrada cheu en Frontscha. Uss stattan probabel in pèr gis da bial’aura avon porta.
Wir geniessen die Zeit in guter Gesellschaft und die schöne Landschaft hier in Frankreich. Nun stehen uns vermutlich ein paar Tage mit schönem Wetter vor der Türe.
Nach den Corona-Einschränkungen der letzten Jahre konnte im 2022 der Kurs „Sicheres Fahren mit einem Hausboot“ neu lanciert werden.
Er hatte zum Ziel, dass alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit einem Hausboot sicher manövrieren und schleusen können. Dabei wurden verschiedene Rollen und Aufgaben geübt: Als Skipper mit geradeaus fahren, drehen an Ort, anlegen und festmachen sowie als Anlegehelferin resp. -helfer zur Distanzangabe bei engen Verhältnissen sowie beim Anlegen und beim Schleusen. Auch Profi-Hinweise wie das Anlegen bei Wind oder Strömung von hinten wurden an praktischen Situationen geübt.
Gerne lasse ich die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer selber zu Worte kommen, was sie diese Woche im Elsass auf und am Wasser erlebt haben.
Anreisetag
Heute war Anreisetag und viele von uns haben sich bereits in aller Herrgottsfrühe auf den Weg gemacht. Ein paar nutzten das Wochenende bereits für Besichtigungen vor Ort. Letztlich haben wir uns allesamt pünktlich beim vereinbarten Treffpunkt für den Wocheneinkauf eingefunden.
15 Teilnehmer und ein Hund haben die Einkaufswägen mit Leckereien befüllt, die später von den zwei Kühlschränken an Bord verschlungen wurden.
LeBoat hat geräumige Kabinen mit Küche und viel Platz zum Beisammen sitzen.
Nachdem die Techniker und Putzfeen die Boote bereitgestellt hatten, wurden die Vereinswimpel gehisstund die Testfahrt angefangen. Hunger hatten wir noch keinen, durften wir doch auf dem Weg zur Basis im HotelVosges ein lokales Menu geniessen und wurden mitmehreren Gängen in tollem Ambiente verwöhnt. Theorieunterricht gab’s gleich nebenan.
Vor dem zu Bett gehen shipperten noch zwei Vereinskollegen vorbei, die kurzerhand festmachten und an diesem geselligen Abend mit Räuberpistolen-Geschichten die Spannung auf die Woche hochfuhren.
Möge das Abenteuer beginnen, unsere Raumkreuzer sind parat.
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